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Weihnachten im Zirkus : „Zuerst werden die Tiere versorgt“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auch im Zirkus wird Weihnachten gefeiert: Am Heiligen Abend ist Zeit für die Familie, an den anderen Tagen wird geprobt und gearbeitet

von
erstellt am 27.Dez.2014 | 08:00 Uhr

In welche Jahreszeit würde ein Zirkusbesuch besser passen, als in die Zeit der tausend funkelnden Sterne die für weihnachtlichen Glanz sorgen, die Zeit der wahr werdender Kinder-Träume, der kleinen und großen Wunder? Im warmen Zelt auf dem Festplatz Krebsförden, prachtvoll geschmückt, erleben Besucher besondere Festtage. „Es ist immer ganz toll hier“, erzählt der achtjährige Matheo, der jetzt schon im dritten Jahr den Zirkus am Heiligen Abend mit Mama und Oma besucht. „Danach fahren wir nach Hause und dann kommt endlich der Weihnachtsmann“, freut sich Matheo.

„Wenn die Vorstellung am Nachmittag des 24. Dezembers geschafft ist, haben wir Zeit für unsere Familien“, erklärt Zirkus-Chef Ralf Huppertz. Zuerst seien aber die Tiere an der Reihe. Die acht Pferde, vier Kamele und zwei Rinder bekommen eine extra Portion: „Sie bekommen Möhren und besonders gutes Futter. Auch für sie ist schließlich Weihnachten“, so Huppertz weiter. Erst danach setzen sich alle Artisten, Mitarbeiter und Familienmitglieder an einen reich gedeckten Tisch im Vorzelt der Zirkusmanege. Insgesamt sitzen 40 Künstler an der Tafel. „Jede unserer Frauen kocht etwas anderes und stellt es auf den Tisch“, schwärmt der 54-Jährige. Die älteste Dame des Zirkus koche ihre Spezialität – „Schwarzsauer“, ein traditionelles Gericht aus Blut. Aber auch Fischsuppe, Enten- und Gänsekeulen und allerlei sonstige Leckereien werden verzehrt. Im Anschluss werde zusammen gesungen und auf den Weihnachtsmann gewartet. Wenn er dann schließlich kommt, werden Gedichte oder Lieder vorgetragen. „Der Heilige Abend ist die einzig freie Zeit die wir haben, um ein wenig zusammen zu sitzen“, erzählt der fünffache Vater. Denn am ersten und zweiten Feiertag stehen jeweils zwei Vortstellungen auf dem Programm. Davor, dazwischen und danach heißt es arbeiten: „Die Vorstellungen müssen vorbereitet werden, die Tiere versorgt und es muss geprobt werden“, betont Huppertz.

So müssen die Artisten aus Weißrussland beispielsweise ihre Nummern auf dem großen Trampolin proben. Salti, hohe Sprünge und Akrobatik auf höchstem Niveau bieten die acht Künstler. „Sie fliegen sogar über das Publikum“, verrät Manfred Huppertz, der zusammen mit Vater Ralf den Weihnachtszirkus veranstaltet. Die Weißrussen präsentieren einen Glanzpunkt beim diesjährigen Weihnachtszirkus. International sind sie bekannt. Aufgetreten sind sie schon beim Zirkusfest in Monte Carlo und im Zirkus Flic Flac.

Die Gruppe Navas aus Ecuador bietet eine Show am Washington Trapez und an der chinesischen Stange. Roberto Ortmann ist mit seinem Exotenzug angereist. Der umfasst Kamele und mecklenburgische Rappen. „Das Programm ist wieder komplett neu“, stellt Manfred Huppertz stolz fest. Außerdem habe man 70 000 Euro in eine neue Licht- und Musikanlage investiert. „Der Zirkus hier kam in den vergangenen Jahren so gut an, jetzt wollen wir einfach wissen, was hier alles möglich ist“, führt er aus. Der Zirkus spielt noch bis 4. Januar.

 

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