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Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 06:34 Uhr

Marienplatz : Zu wenig Platz für zu viele Räder?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Leser verärgert: Auf dem Marienplatz werden Drahtesel sogar an die jungen Bäume gekettet

svz.de von
erstellt am 15.Sep.2014 | 07:45 Uhr

„Müssen die teuren Japan-Bäume erst geschädigt werden, bevor Abhilfe geschaffen wird, oder ist das so kein Problem?“ fragt unser Leser Horst Zänger und legt diesem Satz ein Bild bei, das Bände spricht – und das die Schweriner inzwischen fast täglich sehen. Die drei jungen Bäume auf dem frisch sanierten Marienplatz dienen als Ausweich-Fahrradständer, denn alle anderen sind meist übervoll. Wird der Marienplatz zum Fahrradparkplatz?

„Wir sind ja gerade auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Stadt und freuen uns natürlich über alle Leute, die das Auto stehen lassen und mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. Dass die Fahrräder den Marienplatz an manschen Tagen aber fast schon beherrschen, blieb auch den Stadtoberen nicht verborgen. Allerdings war Ilka Wilczek, Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen, die auch für das öffentliche Grün zuständig sind, der neue Stellplatz an den Bäumen bislang nicht bekannt. „Natürlich schädigt das die Rinde und damit den gesamten Baum“, erklärt sie auf SVZ-Anfrage. Die Strohmatten allein böten nicht genügend Schutz. „Wir werden uns die Situation vor Ort anschauen und vielleicht über neue Metallbügel nachdenken“, sagt sie.

Vielen Schwerinern ist das indes nicht genug. Rentnerin Ursula Erdmann sagt: „Es stehen insgesamt einfach zu viele Räder auf dem Platz. Manchmal kann ich ihretwegen gar nicht vernünftig aus der Straßenbahn steigen.“ Dr. Bernd-Rolf Smerdka, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, kündigt an, dass die Verwaltung die Lage bald noch einmal objektiv prüfen, sprich zählen und beobachten, werde. Denn es könnten sich auch so genannte „Fahrradleichen“ an den Bügeln befinden – Räder, die dort hingestellt und nicht wieder abgeholt werden. Auch Schüler sollten ihre Räder lieber auf dem eigenen Schulhof als auf dem Marienplatz abstellen. Durch Kontrollen zu verschiedenen Zeitpunkten soll der Ist-Zustand festgehalten und nach Lösungen gesucht werden.

SVZ fragt Sie, liebe Leser: Sind auch Sie genervt von zu vielen Rädern auf dem Marienplatz? Wie könnte Abhilfe geschaffen werden? Schreiben Sie uns eine Mail, Stichwort: Marienplatz, oder rufen Sie an bei unserem „Heißen Draht“.

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