Schwerin : Zoo wünscht sich viele Tierbabys

<strong>Neue Zoo-Bewohner:</strong> Tierpflegerin Susanne Hahn zeigt die jungen Afrikanischen Zwergziegen, die  im Schweriner Zoo zur Welt gekommen sind. <fotos>Klawitter/Zoo</fotos>
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Neue Zoo-Bewohner: Tierpflegerin Susanne Hahn zeigt die jungen Afrikanischen Zwergziegen, die im Schweriner Zoo zur Welt gekommen sind. Klawitter/Zoo

Die kleinen Afrikanischen Zwergziegen sind noch im vergangenen Jahr geboren. Aber auch in 2013 erwartet der Schweriner Zoo reichen Nachwuchs. Außerdem gibt es viele Bauvorhaben.

svz.de von
03. Januar 2013, 06:28 Uhr

Ostorf | Es soll der neue Anziehungspunkt im Schweriner Zoo werden: ein Baumhaus, das in seiner Art bundesweit wahrscheinlich einmalig ist. Entstehen wird das Domizil mit Übernachtungsmöglichkeiten und Grünem Klassenzimmer gleich neben dem Humboldthaus auf der rund zwei Millionen Euro teuren Südamerika-Anlage. "Mitte des Jahres soll unser Baumhaus fertig sein", sagt Zoo-Direktorin Dr. Monika Häfner. Als Zugang werde eine barrierefreie Brücke dienen, von der aus geh behinderte Besucher auch bequem die obere Etage des Humboldthauses er reichen könnten.

Auch im und rund um das Tropenhaus sollen die Arbeiten in diesem Jahr weiter gehen. So wird unter anderem die Außenanlage für die Pekaris und die Nasenbären angelegt. Außerdem sollen ein Holzsteg für die Besucher und ein Wirtschaftsweg gebaut werden. Im Humboldthaus selbst werde die Wandbemalung fortgesetzt, wenn es die finanziellen Mittel des Zoos erlaubten, erklärt Monika Häfner. Im ver gangenen Jahr hatte Theater maler Ullrich Altermann eine erste farben frohe Regenwald-Landschaft auf die Wand des Hauses gezaubert (wir berichteten).

Bauarbeiten plant der Tierpark ebenfalls im Giraffen-Gehege, wo die ein fache Erde in einem weiteren Teil des Außengeländes durch ein Recycling-Granulat aus Beton und Brechsand ersetzt werden soll, um bei Regenwetter mehr Halt für Tiere und Pfleger zu schaffen. Gewerkelt wird darüber hinaus bei den Nashörnern Limpopo, Eva und Clara. Der Steg, der durch das großzügige Gehege der Dickhäuter führt, soll für Besucher leichter zugänglich gemacht werden. Zudem würden drei weitere Boxen im Nashorn-Stall saniert, kündigt die Zoo-Direk torin an.

Bulle Limpopo verstehe sich mittlerweile gut mit den beiden Kühen und erfülle auch alle biologischen Voraussetzungen, um ein Junges zu zeugen, schildert Monika Häfner. Sie sei deshalb zuversichtlich, dass es bei den beliebten Dickhäutern irgendwann mit dem ersehnten Nachwuchs klappt. In der Vergangenheit hatte sich insbesondere die junge Clara von den Avancen des elfjährigen Limpopo mit unter mehr bedroht als liebkost gefühlt. Mit der älteren Eva kam eine ordnende Hand in die Beziehung.

Hoffnung auf Tierbabys gäbe es in diesem Jahr beispielsweise bei den Afrikanischen Wildhunden und den Rothunden, erläutert die Zoo-Direktorin. Schwer verliebt seien weiterhin Ameisenbär Carlos und seine Partnerin Felice. "Wir sind optimistisch, dass das Paar auch bald ein Junges bekommt", so Monika Häfner. Unter den Tieren, die der Schweriner Zoo in diesem Jahr als Zugänge aus anderen Einrichtungen erwarte, sei neben den Pekaris für die Südamerika-Anlage auch ein Zebra-Hengst.

230 000 Besucher zählte der Zoo im vergangenen Jahr, rund 10 000 weniger als 2011. "Das kühle Wetter zu Ostern und im Herbst hat uns ein bisschen zurückgeworfen", sagt die Direktorin. Insgesamt seien die verschiedenen Veranstaltungsangebote des Tierparks - von der Abendsafari bis zum speziellen Programm für Senioren - aber gut angenommen worden.

Ein neues Zoo-Konzept soll die Arbeit des Tierparks für die kommenden Jahr strategisch ausrichten. "Tiere, die typisch für Mecklenburg-Vorpommern sind, werden eine wichtige Rolle spielen", verrät Monika Häfner. Die Arbeit an dem Konzept sei aber längst noch nicht abgeschlossen.

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