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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. Oktober 2017 | 06:08 Uhr

Schweriner Zoo : Zoo trauert um Giraffe und Zebra

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tiere starben nach Unfällen in ihren Gehegen - Direktor schließt Fehler bei der Betreuung aus

von
erstellt am 19.Jul.2016 | 14:00 Uhr

Wenige Tage vor dem Festwochenende zum 60-jährigen Bestehen muss der Schweriner Zoo zwei tragische Verluste verkraften. Völlig überraschend starb am Montag der fünf Jahre alte Giraffenbulle „Jasho“. Bereits am Sonntagabend musste der Tierpark einen Zebrahengst einschläfern. „Wir sind alle fassungs- und völlig sprachlos. Es sind fürchterliche Momente, die zunächst verdaut werden müssen“, sagt Zoodirektor Dr. Tim Schikora.

Nach Zooschluss entdeckte eine Mitarbeiterin den auf dem Boden des Vorgeheges liegenden Giraffenbullen und informierte umgehend die Zooleitung. „Es ist eindeutig, dass sich Jasho das Genick bei einem Sturz gebrochen hat und augenblicklich tot war“, schildert Schikora. Der Zoo sei zu diesem Zeitpunkt bereits menschenleer gewesen, zwischen dem Zeitpunkt der Entdeckung und der letzten Kontrollrunde habe nicht mal eine Stunde gelegen. „Die Tiere hatten freien Zugang zu den Stallungen und den Außenanlagen, also alles gewohnte und entspannte Bedingungen. Dennoch hat irgendetwas den Zuchtbullen derart erschreckt, dass er in den Zaun sprang, dabei stürzte und sich einen Halswirbel brach“, sagt der Direktor.

Ursache für den Tod des knapp drei Jahre alten Zebrahengstes „Gal“ sei ebenfalls ein Unfall gewesen, berichtet Schikora. In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag sei das Tier im Stall verunglückt. „Bis Sonntagabend erholte sich der Hengst trotz intensiver Bemühungen des Personals und der betreuenden Tierärzte nicht mehr. Der Erschöpfungszustand war zu massiv und ein Kreislaufkollaps absehbar. Daher entschlossen wir uns, ihn einzuschläfern“, so der Direktor.

Beim Tod der beiden Tiere handele es sich um tragische Unglücksfälle, deren Aneinanderreihung zwar auffällig erscheine, Fehler oder gar menschliches Versagen seien jedoch auszuschließen, versichert Schikora. „Beide Tiergehege werden bereits über Jahre betrieben, ohne dass vergleichbare Dinge passiert sind.“ Eine Umgestaltung der Giraffenaußenanlagen sei zudem lange wichtiger Bestandteil der Planungen für die neue, dann angrenzende Löwenanlage. „Der Unfall von Jasho ist zwar nicht ursächlich für die geplanten Baumaßnahmen, dennoch wird er in der Detailplanung eine wichtige Rolle spielen“, erklärt der Direktor.


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