Tierpark braucht Hilfe : Zoo Schwerin sucht Bambuspflanzen

Gesunder Appetit: Ein Roter Panda futtert am Tag ein gutes Kilo Bambusblätter.
Gesunder Appetit: Ein Roter Panda futtert am Tag ein gutes Kilo Bambusblätter.

Schweriner Tierpark freut sich auf Roten Panda aus Schweden – und auf Unterstützung bei der Verpflegung

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15. September 2015, 21:00 Uhr

Er ist nicht ganz so bekannt wie sein Namensvetter der schwarz-weiße Große Panda, aber nicht weniger putzig: der Kleine oder Rote Panda. Und so freut sich der Schweriner Zoo mächtig, seinen Besuchern noch in diesem Monat einen solchen Bären präsentieren zu können. Es gibt allerdings ein Problem: Um den großen Appetit des kleinen Gesellen stillen zu können, braucht der Tierpark unbedingt zusätzliche Bambuspflanzen. „Wir bitten daher alle Gartenbesitzer, uns so viele Pflanzen wie möglich zur Verfügung zu stellen“, sagt Direktor Dr. Tim Schikora.

Ein gutes Kilo Bambusblätter futtert ein Roter Panda am Tag. „Bambus ist nicht besonders energiereich, deshalb braucht der Panda eine so große Menge“, erklärt Schikora. Aus dem Zoo im schwedischen Kolmarden unweit von Stockholm kommt das ein Jahr alte Weibchen, das der Schweriner Tierpark erwartet.

„Beheimatet sind Rote Pandas eigentlich in Zentralasien“, berichtet der Direktor. „Sie wiegen etwa sechs Kilogramm, sind so groß wie eine Katze und sehen aus wie plüschige Waschbären oder riesige Eichhörnchen.“ Rote Pandas seien gute Kletterer und lebten gern auf Bäumen.

In das Gehege, in dem vorher die Nasenbären gewohnt haben, soll der Rote Panda aus Schweden einziehen. Bei der Verpflegung des Tieres hofft Schikora nun auf die Unterstützung der Schweriner. „Bambus wächst überall, wo die Sonne scheint“, sagt der Direktor. Wer Pflanzen im Garten übrig habe, solle sie nicht kompostieren, sondern sich im Zoo melden, Telefon 0385-395510, E-Mail info@zoo-schwerin.de. Und für alle Spender hat Schikora auch noch ein kleines Bonbon: „Wenn der Rote Panda sich zum ersten Mal öffentlich zeigt, laden wir die Bambusspender in den Zoo ein.“

In Zukunft wird der Bedarf an Bambus im Tierpark sogar noch steigen. Denn: „Im Frühjahr erwarten wir im Zoo auch Panda-Männchen“, sagt der Direktor.

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