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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 10:49 Uhr

Zukunfts-Pläne : Zoo Schwerin setzt auf Artenschutz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schweriner Park feiert im kommenden Jahr das 60-jährige Bestehen und will in Zukunft noch mehr gefährdete Tiere zeigen

svz.de von
erstellt am 23.Dez.2015 | 16:00 Uhr

Wie stellt sich der Schweriner Zoo für die kommenden Jahre auf? Auf diese Frage soll es 2016 eine Antwort geben. „Im Frühjahr werden wir unser neues Konzept vorstellen“, sagt Direktor Dr. Tim Schikora.
So viel verrät er aber schon: „Der Artenschutz wird künftig Schwerpunkt unserer Arbeit sein.“ Den Besuchern sollen stärker als bisher Tiere gezeigt werden, die besonders gefährdet sind, erklärt Schikora.

Mit der Streifenhyäne Kontsita und dem Rote-Panda-Weibchen Polly hat der Direktor bereits in diesem Jahr die neue Linie vorgegeben. „Die beiden Tierarten werden in Deutschland nur selten gezeigt“, betont Schikora. Neu im Schweriner Zoo und andernorts nicht oft zu sehen sind auch die Baumstachler Hally und Hubert und ein Balistar-Pärchen.

Ergänzt wurde im zurückliegenden Jahr aber auch der traditionelle Tierbestand des Schweriner Zoos. So kamen der Sibirische Tiger Murray und die Nashorn-Kuh Karen neu in den Tierpark der Landeshauptstadt. „Im kommenden Frühjahr werden wir voraussichtlich auch wieder einen Bullen bekommen“, blickt der Direktor voraus. Zunächst müsse aber die neue Nashornanlage fertig sein.

Tatsächlich ist der Umbau des Dickhäuter-Geheges aktuell das größte und mit rund 650 000 Euro Kosten auch teuerste Bauvorhaben des Schweriner Zoos. „Die Bäume sind gefällt, die Erdarbeiten ausgeschrieben“, berichtet Schikora. Neben der Erweiterung des Geheges seien unter anderem auch ein Besuchertunnel und Hütten geplant. „Bis Ostern wird die Außenanlage fertig sein“, so der Direktor.

Schikora denkt aber auch schon an das nächste – noch anspruchsvollere – Bauprojekt: die neue Löwenanlage. Sie soll an der Stelle entstehen, an der sich jetzt noch das ehemalige Terrarien-Haus befindet. „Bei dieser Gelegenheit wollen wir nicht nur die Afrika-Savanne umbauen, sondern auch gleich den Eingangsbereich umgestalten“, kündigt der Direktor an. Derzeit würden die Ausschreibungen für die Planungen laufen. Gesamtvolumen der Baumaßnahme: rund fünf Millionen Euro. Der Verkauf von Kunststoff-Löwen soll dem Zoo dabei helfen, den Eigenanteil für das Projekt aufzubringen. Stichwort: Leomanie. „Wir wollen im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten beginnen“, so Schikora. 2017 solle die Löwenanlage fertig sein, ausgelegt für ein Männchen und zwei Weibchen.

Goldkopflöwenaffen und Schwalbensittiche will der Direktor unter anderem im kommenden Jahr in den Zoo holen. Auf markante Tierarten setzt er auch in punkto Zoo-Bauernhof. Dort sollen vom Frühjahr an Deutsche Sattelschweine, Thüringische Waldziegen, Pommersche Wollschafe und auch noch eine gefährdete Hühnerrasse gezeigt werden.

60 Jahre alt wird der Schweriner Zoo im nächsten Jahr, und dieses Jubiläum soll gefeiert werden – mit einem großen Fest vom 22. bis 24. Juli. „Natürlich gibt es auch wieder die Saisoneröffnung zu Ostern. Zum Finale wollen wir nächstes Jahr das Halloween-Fest und die Dunkel-Munkel-Party zusammenlegen“, sagt Schikora.

125 000 verkaufte Einzeltickets zählte der Schweriner Zoo von Januar bis November, gut ein Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres – „ein witterungsbedingter Rückgang“, erklärt der Direktor. In vielen Tierparks im Osten Deutschlands seien die Besucherzahlen wegen des durchwachsenen Wetters aber noch deutlicher eingebrochen.

Ein Jahr nach seinem Amtsantritt im Zoo zieht Schikora auch für sich persönlich eine insgesamt positive Bilanz. „Das Jahr ist gut gelaufen. Ich habe den Betrieb und die Mitarbeiter kennen gelernt und bin optimistisch für die Zukunft.“

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