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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 06:50 Uhr

Schweriner Zoo : Zoo gibt sich modernes Gewand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neues Logo, verändertes Design: Schweriner Tierpark setzt auf seltene Rassen und ein einheitliches Erscheinungsbild

von
erstellt am 20.Feb.2017 | 08:00 Uhr

Ignatius, so heißt der Thüringer Waldziegenbock, der jetzt neu in den Schweriner Zoo eingezogen ist. Mit den Waldziegen Ilse und Irmgard versteht sich der ein Jahr alte Bock bereits prächtig. „Unsere Ziegen haben ihn in typischer Manier zum Hornduell herausgefordert, doch Ignatius hat sich keineswegs einschüchtern lassen“, sagt Zoo-Mitarbeiterin Tina Stalgies. Die Thüringer Waldziege gilt als „stark gefährdet“ und steht auf der Roten Liste der bedrohten Haustierrassen.

Bedrohten Rassen ein Zuhause zu geben, diesem Ziel hat sich der Zoo in seinem neuen Entwicklungskonzept verpflichtet. Um mehr Besucher in die Einrichtung zu locken, setzen Direktor Dr. Tim Schikora und sein Team aber nicht nur auf seltene Tiere, sondern auch auf ein modernes Erscheinungsbild. Neu gestaltete Gehege-Schilder, Info-Tafeln und Wegweiser sollen die Besucher künftig auf eine noch attraktivere Weise durch den Tierpark führen.

Der Zoo habe sich ein neues Corporate Design gegeben, sagt Direktor Schikora. So werbe jetzt nicht mehr wie bisher ein Pelikan für den Tierpark, sondern ein Logo, das bewusst Spielraum für Interpretationen lasse. Die Streifen im neuen Zoo-Emblem könnten etwa als Muster eines Zebras oder auch als Hörner von Nashörnern gedeutet werden, das gelbe Symbol als Flecken einer Giraffe, das blaue Symbol als Hinweis auf die Teichanlage im Zoo, erklärt Schikora. Zusammengesetzt ergebe sich der Umriss des afrikanischen Kontinents. „Wir laden die Besucher ein, sich ihre eigenen Gedanken zu machen“, so der Direktor.

Das neue Loge findet sich nicht nur auf der Jacke des Tierpark-Chefs, sondern beispielsweise auch auf der überarbeiteten Internet-Seite des Zoos. Die nun in den erdfarbenen Tönen des neuen Design gehaltene Seite sei freilich nicht nur äußerlich umgestaltet worden, betont Schikora. Auch inhaltlich würden neue Akzente gesetzt. „Wir bieten den Nutzern vor allem Service“, so der Direktor. Wer den Netzauftritt unter www.zoo- schwerin.de anklicke, bekomme etwa auf Anhieb Informationen zu Tierarten, Öffnungszeiten und Fütterungen, könne auch per Smartphone auf wichtige Inhalte zugreifen. „Wir werden unser Online-Angebot nach und nach noch weiter ausbauen“, kündigt Schikora an.

Die neuen Gehege-Schilder im veränderten Design und mit noch mehr – unterhaltsam aufbereiteten – Informationen sollen bis zur Saisoneröffnung zu Ostern angebracht sein. Danach kämen die größeren Info-Tafeln an die Reihe, sagt der Direktor, der in diesem Jahr auch noch etwas für die Sicherheit der Besucher machen will. So sollen Holzstege im Zoo eine Beschichtung bekommen, damit sie rutschfester sind. Apropos Bauvorhaben: Auf der Wasservogelanlage werde es künftig eine Brückenkonstruktion geben, sagt Schikora. Außerdem solle die Anlage eingezäunt werden.

Tatsächlich hat der Tierpark noch immer mit den Folgen des Vogelgrippe-Fundes vom Januar zu tun. Für die Vögel des Zoos gelte nach wie vor eine Stallpflicht, erklärt der Direktor. Ende der Woche sollen Strauße, Loris, Tauben und ihre Artgenossen noch einmal beprobt werden. „Wir hoffen dann auf eine endgültige Entwarnung“, so Schikora.

Die Enten und Gänse, die wegen des Vogelgrippe-Falls aus Sicherheitsgründen getötet werden mussten, will der Direktor ersetzen. Wie Ziegenbock Ignatius seien im Laufe des Jahres auch noch weitere Neuzugänge geplant. So würden im Zoo unter anderem zwei zusätzliche Zebra-Hengste, zwei Krallenaffen und mehrere Pfeilgiftfrösche erwartet, berichtet Schikora. Bereits angekommen sei eine Gruppe von Gelbbrust-Kapuzinern, die der Öffentlichkeit bald gezeigt werden soll.



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