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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 21:16 Uhr

Neuer Chef : Zoo-Direktor setzt auf starkes Team

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Dr. Tim Schikora möchte für ein gutes Betriebsklima sorgen – und mehr gefährdete Arten im Schweriner Tierpark zeigen

von
erstellt am 05.Feb.2015 | 22:00 Uhr

Von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow bekam er Schokolade und einen Stadtführer. SDS-Chefin Ilka Wilczek, die den Tierpark der Landeshauptstadt in den vergangenen Monaten kommissarisch geleitet hatte, legte ihm mit dem Umbau der Nashorn-Anlage gleich ein wichtiges Projekt ans Herz. Beste Voraussetzungen also für Dr. Tim Schikora, sich gestärkt in seiner neuen Heimat und in seinem neuen Job zurechtzufinden. Der 33-jährige Biologe ist seit dieser Woche Direktor des Schweriner Zoos.

Gegen 16 Mitbewerber hatte sich Schikora bei der Stellenausschreibung durchgesetzt – und er macht auch gar kein Geheimnis daraus, wie sehr ihn die Berufung freut. „Zoo-Direktor zu sein, ist ein Traumberuf“, sagt er. Erfahrungen bei der Arbeit in einem Tierpark hat Schikora bereits gesammelt – als wissenschaftlicher Assistent in den Zoos von Dortmund und Chemnitz.

Die Arbeit in einem Zoo sei abwechslungsreich, erklärt Schikora. „Jeder Tag ist anders.“ Der Schweriner Zoo habe ein großes Potenzial – auch einen großen Einzugsbereich. „Man muss kreativ sein, sich etwas einfallen lassen.“ Diese Aufgabe reize ihn, diese Herausforderung wollen er mit einem starken Team annehmen.

Geboren wurde der neue Zoo-Direktor, bestellt zunächst für fünf Jahre, in Djedda in Saudi-Arabien, wo sein Vater als Vermessungsingenieur gearbeitet hat. In Frankfurt/Main hat Schikora studiert. Mit einer Arbeit über afrikanische Antilopen hat er promoviert.

„Ich freue mich, dass ich in Schwerin so gute Voraussetzungen finde und gleich mit einem konkreten Projekt wie der Erweiterung der Nashorn-Anlage starten kann“, erklärt Schikora, den Vorgängerin Wilczek noch ein Vierteljahr lang begleitet wird, um ihn einzuarbeiten. Die Bauarbeiten im Nashorn-Gehege sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Geplant sind unter anderem zwei Hütten, damit die Besucher mehr Aufenthaltsmöglichkeiten bekommen, aber auch ein größerer Auslauf für die Tiere. Auch eine neue Löwen-Anlage soll der Schweriner Zoo bekommen, größer und näher am Eingangsbereich. In Schwerin habe der Löwe schon aus historischen Gründen eine besondere Bedeutung, betont der neue Direktor. Für jeden Zoo sei ein Löwe aber eine Attraktion und ein Besuchermagnet.

Ja, es gäbe an einigen Stellen schon Modernisierungsbedarf im Zoo, sagt Schikora. Wünsche habe er, wisse aber auch um den begrenzten finanziellen Spielraum. Zunächst wolle er seinen neuen Arbeitsplatz genauer kennen lernen, unterstreicht der Direktor. Bedrohte Arten möchte er im Tierpark zeigen, denkt zum Beispiel an den Riesenotter, der in Südamerika beheimatet und mit dem heimischen Fischotter verwandt ist. Die Zucht spiele für die Reputation eines Zoos eine große Rolle, erläutert Schikora.

Der neue Zoo-Direktor setzt auf einen kooperativen Führungsstil, möchte für ein gutes Betriebsklima sorgen. „Ich bin offen für jedes Gespräch.“ Freundlich sei er von der Belegschaft im Tierpark aufgenommen worden, berichtet Schikora, der auch versuchen will, einige Mitarbeiter für einen Festausschuss zu gewinnen. Denn: Im kommenden Jahr feiert der Tierpark der Landeshauptstadt sein 60-jähriges Bestehen. Und dieses Jubiläum soll mit den Schwerinern begangen werden.

 

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