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Vogelgrippe in Schwerin : Zoo bleibt lange geschlossen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach Vogelgrippe-Fall müssen etwa 30 Gänse und Enten getötet werden

von
erstellt am 13.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Der Schweriner Zoo wird voraussichtlich noch eine Weile geschlossen bleiben, um mit den Folgen des Vogelgrippe-Falls fertig zu werden. Am 4. Januar war auf der Wasservogelanlage des Tierparks eine tote Schneegans mit dem Erreger H5N8 gefunden worden (SVZ berichtete). Auf Anweisung des Amtes für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung müssen nun etwa 30 Enten und Gänse getötet werden, die mit dem erkrankten Tier in Berührung gekommen sein könnten. „Wir haben noch nicht alle betroffenen Vögel gefangen“, sagte gestern Direktor Dr. Tim Schikora. Erst wenn die Tiere getötet, die Wasservogelanlage desinfiziert und eine weitere Beprobung des verbliebenen Vogelbestandes negativ ausgefallen sei, könne der Zoo seine Pforten für Besucher wieder öffnen – ein Okay des zuständigen Amtes vorausgesetzt.

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vogelgrippe-Falls war der Vogelbestand des Tierparks auf den H5N8-Erreger getestet worden. Ergebnis: Alle etwa 200 Vögel außerhalb der Teichanlagen, also zum Beispiel auch Pinguine, Pelikane und Flamingos, sind gesund. „Unser Vogelbestand ist weiterhin auf 16, räumlich voneinander getrennte Seucheneinheiten unterteilt. Dadurch wird sichergestellt, dass im Falle weiterer infizierter Vögel, nur die jeweils betroffene Seucheneinheit betrachtet wird und der übrige Vogelbestand geschützt ist“, erklärte Schikora.

„Natürlich wollen wir so schnell wie möglich wieder öffnen“, betonte der Direktor. Die Sicherheitsvorschriften seien aber streng – und das Wetter spiele dem Zoo derzeit auch nicht gerade in die Hände: „Eine Wasservogelanlage bei Schnee zu desinfizieren, ist schwierig“, sagte Schikora.

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