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Vorsätze der Schweriner : Ziel: eine lebensnahe Ernährung

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gute Vorsätze für das neue Jahr und wie sie umgesetzt werden können – Heute: Wie kann ich gesünder und bewusster essen?

svz.de von
erstellt am 18.Jan.2017 | 23:32 Uhr

Drei Wochen ist das neue Jahr jetzt alt, doch von vielen Vorsätzen ist kaum noch etwas übrig. Vor wenigen Wochen fragte SVZ Leser, was sie im neuen Jahr ändern möchten – „eine gesündere Ernährung“ war eine der häufigsten Antworten. Sina Wagner und Gesine Roß von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Schwerin sagen, wie das geht.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Fast-Food darf weiterhin auf den Speiseplan sein – nur nicht unbedingt regelmäßig. Und: „Man sollte sich bewusst machen, was man dort isst“, sagt Gesine Roß, Leiterin der Geschäftsstelle. „Denn Fast-Food sättigt nicht.“

Gemüse und Ballaststoffe hingegen schon. Letztere lassen sich besonders in Vollkornprodukten wiederfinden. „Brot und Nudeln aus Vollkornmehl sind aber nicht automatisch dunkel“, erklärt Ernährungsexpertin Sina Wagner. Auch Haferflocken enthalten viele Ballaststoffe. Daher eigenen sie sich in Kombination mit Quark oder Joghurt als Zwischenmahlzeit, ebenso wie Gemüse und Nahrungsmittel mit Kohlenhydraten und Proteinen.

Besonders jetzt im Winter ist es wichtig, ausreichend Vitamin D zu sich zu nehmen. „Lachs und Avocado enthalten viel Vitamin D, auch wenn aktuell keine Saison für die exotische Frucht ist“, erzählt Sina Wagner. „Doch sich politisch, ökologisch und gesundheitlich korrekt zu ernähren ist sehr schwierig und fast unmöglich.“ Zitrone helfe hingegen nicht, einer Erkältung vorzubeugen. „Die Frucht ist noch ärmer an Vitamin C als Paprika“, so Wagner. „Besser ist es, Zwiebeln, Senf, Knoblauch und Ingwer zu essen, denn sie sind reich an Antioxidantien.“

Viele der Lebensmittel enthalten trotz ihrer positiven Eigenschaft auch negative Bestandteile. „Jedes Nahrungsmittel besteht aus mehreren Komponenten“, sagen die Expertinnen. Das beste Beispiel sei Leberwurst, die zwar aus gesättigten Fettsäuren bestehe, aber auch vitaminreich sei. „Daher ist es wichtig, die Lebensmittel zu mischen.“ Beim Gemüse darf es deswegen auch mal Tiefkühlgemüse sein, das ebenfalls gesund und manchmal sogar vitaminreicher als die frische Variante ist.

Sechs Portionen der grünen Nahrungsmittel, davon zwei Portionen Obst, sollte man täglich zu sich nehmen. „Viele vergessen das jedoch und essen stattdessen von anderen Segmenten der Nahrungsmittel-Pyramide zu viel“, so die Expertinnen. Besonders der Fleischkonsum sei oft zu hoch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt drei Portionen pro Woche, zwei Mal sollte Fisch gegessen werden.

Trotz all den guten Ernährungstipps gilt: Wer abnehmen will, muss sich bewegen. „Und eine übergewichtige Person darf sich nicht von jetzt auf gleich kasteien, sondern muss langsam und langfristig die Ernährung umstellen“, sagt Gesine Roß. „Je radikaler die Diät, desto weniger hält sie vor.“

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