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Schweriner Stadtelternrat : Ziel: beste Betreuung für Kinder

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtelternrat für Kitas und Horte will sich bei den Themen Betreuungszeiten, Platzvergabe und Medienkompetenz engagieren

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2017 | 08:00 Uhr

„Wir haben alle dasselbe Ziel: Wir möchten, dass unsere Kinder bestmöglich betreut werden“, sagt Mareike Donath. Dafür setzt sich die zweifache Mutter seit April diesen Jahres ein, sie ist die Vorsitzende des neu gegründeten Stadtelternrates für Kindertagesstätten und Horte in der Stadt. Und hat gleich alle Hände voll zu tun.

Denn die Kita gGmbH schließt am 17. November alle ihre Einrichtungen in der Stadt – die 334 Erzieherinnen und vier Azubis drücken die Schulbank, lassen sich einen Tag lang fortbilden (SVZ berichtete). Eine Notbetreuung wie bei einem Streik ist nicht geplant. „Die Fortbildung finde ich auch sehr gut, denn wenn es dem Personal gut geht, geht es auch unseren Kindern gut“, erklärt Mareike Donath. „Wir Eltern wurden auch rechtzeitig vorab informiert.“ Dennoch hätte sie sich gewünscht, dass die Eltern vorab gefragt worden wären, ob sie die Betreuung organisiert bekommen. „Da müssen wir nun eine konstruktive Lösung finden.“ Niemand wisse, wie viele Eltern eine Notfallbetreuung bräuchten.

Eine Möglichkeit: trägerübergreifende Hilfe. „Das ist auch unser Anliegen mit dem Stadtelternrat. Wir wollen Eltern aus möglichst vielen Einrichtungen verschiedener Träger in der Stadt ins Boot holen“, sagt Mareike Donath. „So können wir vielfältige Themen und Anliegen bearbeiten und Lösungen suchen.“ Ob diese trägerübergreifende Hilfe bereits für den 17. November klappt, weiß die Vorsitzende nicht. „Aber vielleicht ja fürs nächste Mal.“

Denn noch steht der Stadtelternrat am Anfang seiner ehrenamtlichen Arbeit. Analyse und Diskussion von Themen und Anliegen bestimmen momentan die Agenda. „Wir besuchen aktuell die Fraktionen und suchen den Kontakt mit allen Trägern“, erklärt die Vorsitzende. So sei zur nächsten Vorstandssitzung Anke Preuß, Geschäftsführerin der Kita gGmbH, eingeladen, um über den Schließtag am 17. November zu sprechen. „Auch die interne Kommunikation sowie die Präsentation unserer Arbeit im Internet wollen wir in Angriff nehmen.“

Der Stadtelternrat will sich außerdem bei der Suche nach einer Lösung für den Umgang mit nicht beanspruchten Betreuungszeiten in den Ferien engagieren. „Zudem wünschen wir uns, dass im Kita-Portal bei der Platzvergabe gerechtere Parameter wie zum Beispiel die Entfernung zur Wohnung oder zum Arbeitsplatz zu Grunde gelegt werden,“ erklärt Mareike Donath. „Auch das Thema Medienkompetenz wollen wir angreifen.“ Zudem sollen ab November in regelmäßigen Abständen Schulungen für Elternvertreter angeboten werden.

Diese Themen stoßen auf Zustimmung in der Elternschaft. Auf der Gründungsversammlung am 27. April diesen Jahres waren 17 Mitglieder anwesend, auf der Vollversammlung am 18. Oktober bereits 30. Insgesamt 15 Eltern aus Kindertagesstätten, Horten und von Kindern, die bei Tagesmüttern betreut werden, engagieren sich im neu gewählten Vorstand des unabhängigen Gremiums, das sich für 6500 Kinder aus 48 Einrichtungen einsetzt. Wer sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren will, kann sich per Mail unter kita.stadtelternrat@schwerin.de melden.

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