Nach Großbrand in Schwerin : Ziegeleiweg: Polizei ermittelt noch

So sieht es heute aus: Eine Spur der Verwüstung bestimmt immer noch das Bild des Brandortes.
So sieht es heute aus: Eine Spur der Verwüstung bestimmt immer noch das Bild des Brandortes.

Ursache des Feuers im Lankower Gewerbekomplex weiterhin ungeklärt. Das Fitnessstudio bietet Mitgliedern eine Übergangslösung an

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25. August 2016, 20:45 Uhr

Auch mehr als einen Monat nach dem verheerenden Feuer in einem Gewerbekomplex am Ziegeleiweg in Lankow ist die Brandursache noch immer ungeklärt. „Unsere Ermittlungen dauern an“, sagt der Sprecher der Schweriner Polizei, Steffen Salow. Weil die Immobilie so stark zerstört sei, gestalteten sich die Untersuchungen schwierig. Auch die Schadenshöhe lasse sich nach wie vor nicht genau beziffern, so Salow.

Am 25. Juli kurz nach 9 Uhr hatte der Komplex, in dem mehrere Firmen – darunter auch das Fitnessstudio „Come In“ – ihren Sitz haben, in Flammen gestanden. Dicke schwarze Rauchsäulen stiegen in den Himmel. Neun Stunden dauerten die Löscharbeiten. Nach ersten Schätzungen war von einem Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro die Rede. Das Feuer könne von einem Defekt an einem Stromkasten ausgegangen sein, hieß es (SVZ berichtete).

Wie es am Standort weitergehen soll, vermag auch der Eigentümer der Immobilie zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu sagen. „Wir müssen erst die Untersuchungen der Polizei abwarten“, erklärt Marco Frenz, Geschäftsführer der TF Vorwärts GmbH, ebenfalls im Ziegeleiweg ansässig, auf Anfrage unserer Zeitung.

Für die Kunden des „Come In“-Fitnessstudios wurde bereits wenige Tage nach dem Feuer eine Übergangslösung gefunden: Sie können über einen Zeitraum von drei Monaten den „belasso“-Sportpark in Krebsförden nutzen. „Bitte melden Sie sich mit diesem Schreiben an der Rezeption des ,belasso‘ und lassen sie sich eine vorläufige Gast-Mitgliedschaft für die Übergangszeit ausstellen. Ihre Beiträge werden weiterhin wie gewohnt von uns gebucht werden“, steht in einem Brief, der den „Come In“-Mitgliedern zuging.

„Ganz ausdrücklich möchten wir uns beim ,belasso‘ für diese Unterstützung bedanken“, betont „Come In“-Geschäftsführer Jens Kohlhaus gegenüber SVZ. Insgesamt rund 1000 Freizeitsportler sind nach seinen Angaben von der vorübergehenden Schließung des Fitnesstudios am Ziegeleiweg betroffen, darunter auch Aktive eines Reha-Vereins, für die noch eine Ausweichbleibe gesucht werde.

Möglicherweise werde die Übergangslösung im „belasso“ auch noch einmal verlängert, sagt Kohlhaus. Der Geschäftsführer gibt sich aber zuversichtlich, dass es am bisherigen Standort in Lankow wieder eine Trainingsmöglichkeit geben wird. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie schon bald wieder bei uns im Com In Fitness am Ziegeleiweg begrüßen dürfen“, heißt es in dem Schreiben an die Mitglieder.


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