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Schwerins Clubszene : Zenit: Kulturzentrum am Pappelgrund

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mehr als ein kultiger Tanz-Club mit Industrie-Charme: Sebastian Glanz hat für das „Zenit“ viele spannende Pläne

Gebaut als Wärmelieferant für die Industrie am Lewenberg ist das alte Heizwerk seit Jahren eine kultige Diskothek am nördlichen Stadtrand. Bald könnte sie zum Kulturzentrum avancieren. Sebastian Glanz, der das „Zenit“ seit Mai 2014 betreibt, hat einen Zehn-Jahres-Plan entwickelt, der unter anderem Tanztees für Senioren und Disko für Menschen mit Behinderung vorsieht. Erste internationale Konzerte hat es schon gegeben, davon sollen mehr kommen. DJ-Workshops und schließlich die Verlagerung seines Musiklabels „Damm Records“ samt Tonstudio sind für die Zukunft angedacht – auf jeden Fall soll es weiterhin viel Musik geben am Pappelgrund.

„Die Partyszene ist heute eine ganz andere als in den 1990ern“, sagt Sebastian Glanz, während er dem Ortsbeirat Lewenberg seinen Club vorstellt. Das politische Gremium hätte er gerne auf seiner Seite, wenn er die Verwaltung für neue Pläne begeistern und entsprechende Anträge stellen möchte. Die Mitglieder lassen sich schnell verzaubern von dem Industriebau und den technischen Relikten, die an allen Ecken und Enden zu entdecken sind. Schon den Rockpalast in der Goethestraße hat der Ortsbeirat unterstützt, bemühte sich intensiv um das alte Thalia in der Schollstraße. Eine Landeshauptstadt mit knapp 100 000 Einwohnern sollte Nachtschwärmern mehr bieten als hochgeklappte Bürgersteige, finden Vorsitzender Steffen Wehner und seine Mitstreiter.

Das „Zenit“ öffnet im Schnitt zweimal im Monat, meistens an einem Sonnabend. Gut 600 Jugendliche tanzen dann bis zum Morgengrauen, meistens gibt es Techno- und House-Musik. Aber auch Ü-30-Partys wie am 6. August hat Glanz inzwischen im Programm. Die Konzeptänderung beginnt behutsam. Glanz möchte länger bleiben im Pappelgrund und ist auch um guten Kontakt mit den Anwohnern bemüht. Ein älteren Herr, der spontan zur Ortsbeiratssitzung kam, kann sich über Glanz jedenfalls nicht beklagen. Die Musik sei früher oft unangenehm laut gewesen, heute störe sie nicht mehr.

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erstellt am 14.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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