Schwerin : Zeitenwende an Ausleihe

Altmodische Rückgabe: Christa Maier (l.) findet die Idee mit den Automaten toll. „Besonders für junge Leute, die lange arbeiten müssen“, sagt sie. Diese neue Technik würde auch Bibliotheksmitarbeiterin Andrea Peters entlasten.
Altmodische Rückgabe: Christa Maier (l.) findet die Idee mit den Automaten toll. „Besonders für junge Leute, die lange arbeiten müssen“, sagt sie. Diese neue Technik würde auch Bibliotheksmitarbeiterin Andrea Peters entlasten.

Stadtbibliothek plant modernes Ausgabe- und Rücknahmesystem – doch die Entscheidung ist noch offen

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24. November 2015, 12:00 Uhr

Wenn sie von Büchern erzählt, leuchten ihre Augen. Sie gerät ins Schwärmen. Sie ist Diplom-Bibliothekarin. Seit Mai leitet Grit Wilke die Schweriner Stadtbibliothek. „Meinen Beruf liebe ich auch heute noch.“ Dabei strahlt sie über beide Wangen. Ihr Anliegen: „Die Bibliothek soll noch moderner werden.“ Und deshalb plane sie gerade etwas Neues. „Eigentlich beschäftigen wir uns mit der Idee schon seit zwei Jahren“, erklärt Wilke. Denn: Wenn es nach ihr ginge, soll es in der Stadtbibliothek im Klöresgang im kommenden Jahr ein automatisiertes Ausgabe- und Rücknahmesystem für alle Medien geben.

Und wie so ein System aussehen kann, hat Wilke gestern in der Stadtbibliothek vorgestellt. Zwei Automaten sind angedacht. Einen in der Bibliothek: „An ihm kann man dann Medien ausleihen und auch zurückgeben“, ergänzt Wilke. Dabei könne extrem Zeit eingespart werden. Denn: Es können Bücher, CDs und auch andere Medien Stapelweise zurückgegeben werden. „Alle Artikel werden mit einem Code versehen, der dann am Automaten gescannt wird. Das Medium wird verbucht und der Kunde bekommt eine Quittung“, erklärt Wilke den Vorgang. Der zweite Automat soll außerhalb der Bibliothek platziert werden: „An ihm kann man dann ganz bequem – beispielsweise auf dem Weg ins Kino – sein Buch zurückgeben. 24 Stunden eben.“ Wichtig sei Wilke aber auch, dass die Schweriner die Automaten nutzen können, nicht müssen. „Wer mag, kann sein Buch natürlich auch am Tresen ausleihen oder zurückgeben.“ Doch gerade durch diese Automaten würden ihre 15 Mitarbeiter in den drei Bibliotheken entlastet werden. „Sie haben dann einfach mehr Zeit für die Beratung. Für Kinder und Jugendliche, die Hilfe bei der Suche nach den richtigen Medien brauchen.“

Und Entlassungen? In der Vergangenheit gab es welche. „Aber wir können eben auch niemanden einstellen, da wir dazu kein Geld haben“, sagt die Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow, die auch zur gestrigen Präsentation dazugestoßen ist. Die Automaten wären allerdings eine Entlastung. Zwei zusätzliche digitale Arbeitskräfte, die in der Anschaffung 100  000 Euro kosten sollen. „Wenn, dann werden sie durch Fördermittel der Kulturförderung vom Land finanziert“, so Gramkow.

Ob es wirklich dazu kommt, steht aber noch nicht fest: „In der nächsten Woche wird darüber im Hauptausschuss beraten“, sagt die OB.

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