Serviceclubs in Schwerin : Zeit ist den Tablern am wichtigsten

Wenn sie keine Spenden sammeln, unternehmen die Mitglieder vom Round Table etwas gemeinsam – auch mal mit den beiden Old Table Clubs.
Wenn sie keine Spenden sammeln, unternehmen die Mitglieder vom Round Table etwas gemeinsam – auch mal mit den beiden Old Table Clubs.

Serviceclubs in der Landeshauptstadt – heute: Mitglieder von Round Table packen bei Projekten und Aktionen gerne selbst mit an

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15. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Sie setzen sich für soziale Projekte ein, möchten der Gesellschaft etwas zurückgeben und kümmern sich um das Wohl anderer, unabhängig von Glauben und Politik – Serviceclubs in der Landeshauptstadt. Doch welche Clubs gibt es überhaupt in Schwerin, was macht sie so besonders und für welche Werte setzen sie sich ein? Heute erzählt Oliver Wauer von seinem Engagement beim Club Round Table sowie den Old Tablern.

Für eine Mitgliedschaft bei Round Table fallen Oliver Wauer zahlreiche Gründe ein: „Wir wollen denen, denen es nicht so gut geht, etwas wiedergeben“, sagt er. Dabei gehe es dem Schweriner Servicelub besonders um benachteiligte Kinder in und um die Landeshauptstadt. „Dieser regionale Gedanke, dazu das Netzwerk mit anderen Tablern, nicht nur aus Deutschland, und der ständige Kontakt mit Menschen – das ist wirklich klasse.“

Seit 2011 ist der gebürtige Nordfriese ein sogenannter Tabler, hat in diesem Jahr die Präsidentschaft inne, der Vorsitzende wird jedes Jahr neu gewählt. Am ersten und dritten Donnerstag im Monat treffen sich die Mitglieder vom Round Table 201 Schwerin, so die genaue Bezeichnung, besprechen Projekte und Aktionen oder hören sich einen Vortrag an. „Unser Fokus liegt besonders darauf, dass wir Projekte nicht mit eigenem Geld unterstützen, sondern mit Aktionen Spenden sammeln“, so Wauer. Doch neben dem Finanziellen ist den Tablern etwas anderes wichtiger – Zeit. „Mit viel Zeit, Kraft und unserem Netzwerk wollen wir die Probleme lösen.“ Deshalb sind die Mitglieder bei vielen Aktivitäten mit dabei, so wie bei der Fahrt mit Kindern aus dem Demmlerhaus ins Ozeaneum nach Stralsund.

Um Geld zu generieren, packen die Mitglieder des reinen Männerclubs oft selbst mit an – getreu dem Motto „Hands on“ – verkaufen Würstchen auf dem Windrosfestival oder Glühwein, wie heute und morgen ab 14 Uhr gegenüber vom Schlosspark-Center. Das Engagement nimmt viel Zeit in Anspruch, deswegen sei es schwierig, neue Mitstreiter zu finden, die dem 1990 gegründeten Serviceclub beitreten wollen, so Oliver Wauer. „Vor drei Jahren waren wir nur zu zweit, mittlerweile sind wir wieder auf zehn Männer gewachsen.“

Zwischen 18 und 40 Jahre müssen die potenziellen Mitglieder alt sein und sich sozial einbringen wollen. „Für uns zählt das Engagement und die Persönlichkeit“, sagt der 40-Jährige, der demnächst zu den Old Tablern wechseln müsste. Dort werden die Ü40-Tabler aufgenommen, in Schwerin gibt es zwei Old Table Clubs mit insgesamt 25 Mitgliedern. Der Service-Gedanke steht dann nicht mehr im Fokus.

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