Geschichte : Zeigt her eure Kleider

Betrachten einen Matrosenkragen und einen Holzbaukasten: Julia Möller, Hanna Plerschkowa und Marlena Petersen (v.l.).
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Betrachten einen Matrosenkragen und einen Holzbaukasten: Julia Möller, Hanna Plerschkowa und Marlena Petersen (v.l.).

Die Stiftung Mecklenburg präsentiert in einer Ausstellung Kindersachen und Spielzeuge, die 100 Jahre alt sind

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04. Juni 2015, 11:30 Uhr

Heutzutage muss Kinderkleidung praktisch, strapazierfähig, stylish und dennoch preiswert sein. Vor 150 Jahren sah das noch ganz anders aus. Kinder wurden wie kleine Erwachsene angezogen. Kleidung war Standes- und Statussymbol zugleich. Die Stiftung Mecklenburg beleuchtet in einer Kabinettausstellung die Kulturgeschichte der Kinderkleidung in Mecklenburg von 1860 bis 1960.

„Wir freuen uns sehr über diese Ausstellung“, sagt Brit Bellmann von der Stiftung Mecklenburg. Zur Eröffnung Anfang der Woche kamen 25 Schweriner. „Sie waren alle begeistert“, schwärmt Bellmann.

In zwei Räumen sind Kleidungsstücke, Spielzeuge und mehr als 100 Fotos ausgestellt. Viele der Gegenstände stammen aus einer privaten Sammlung von Alice Peterich. „Frau Peterich sammelt und erforscht Kinder- und Puppenkleider. Sei schreibt auch ein Buch hierüber“, erklärt Bellmann.

„Besonders toll ist das Puppenkarussell, dass wir zeigen dürfen“, erklärt Bellmann begeistert. Das Spielzeug wurde 1946 aus Gasmaskenfiltern hergestellt. „Man sieht daran, wie viel Mühe sich die Eltern damals gemacht haben, damit ihre Kinder überhaupt Spielsachen hatten.“ Und dass das Karussell überhaupt im Schleswig-Holstein-Haus gezeigt werden kann, verdankt die Stiftung dem Volkskundemuseum Mueß. „Es ist eine Leihgabe und wir sind wirklich stolz und dankbar“, sagt Bellmann. Aber auch Leihgaben aus dem Museum Hagenow und dem Kulturhistorischen Museum Rostock bereichern die Schau ungemein. An drei Hörstationen werden alte Kinderspiele, wie Murmelspiele oder aber Flitzbogen auf plattdeutsch erklärt. „Vielleicht kommt so ja jemand auf die Idee und spielt es auch zu Hause“, freut sich Bellmann. Die Schau ist noch bis zum 13. September täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

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