Neustart für Kultveranstaltung : Zapeler Rocknacht lebt wieder auf

Freuen sich schon auf den musikalischen Leckerbissen im Dorf:  Annett Neumann und Hans-Werner Wandschneider vom Kulturverein. Die Plakate hat Yvette Füllgraf vom Verein gestaltet.
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Freuen sich schon auf den musikalischen Leckerbissen im Dorf: Annett Neumann und Hans-Werner Wandschneider vom Kulturverein. Die Plakate hat Yvette Füllgraf vom Verein gestaltet.

Neu gegründeter Kulturverein setzt Veranstaltungsreihe nach längerer Pause fort und lädt für den 27. August ein

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16. August 2016, 05:00 Uhr

Gerade sind die Veranstaltungs-Plakete eingetroffen. „Sehen doch gut aus“, sagt Annett Neumann zu Hans-Werner Wandschneider anerkennend und liest laut vor: „Rocknacht Zapel, 27. August“. Die beiden Zapeler gehören dem Kulturverein an, der sich noch in Gründung befindet und der am letzten Sonnabend im August die Rocknacht im Dorf veranstalten wird. Beim Open-Air-Konzert auf dem Sportplatz stehen die Bands „Toccoa“ aus Crivitz und „Basthorst Cowboys“ auf der Bühne. Sie spielen Rockiges sowie Country-Rock mit eigenen Interpretationen.

„Toccoa“ spielte beim Dorffest in Ruthenbeck. Die Zapeler Enrico Nützmann und Jan Neumann haben das Konzert erlebt und hatten die Idee, die Band nach Zapel einzuladen. Denn schon lange trug man sich mit dem Gedanken, die Zapeler Rocknacht wieder aufleben zu lassen, erinnert Annett Neumann, die den Kulturverein leitet.

Die Rocknacht ist keine neue Erfindung. Die gab es schon vor Jahren. Wandschneider kann sich noch haargenau erinnern. „Die erste fand am 10. September 2005 statt. „Und ich weiß auch noch, dass wir damals 461 Zuschauer hatten“, so Wandschneider weiter. Für ihn sei es die bislang schönste Rocknacht in Zapel gewesen. Das habe nichts damit zu tun, dass Olaf Dobbertin und er diese ins Leben gerufen haben. Beide sind Musik begeistert. Wandschneider spielte früher selbst in einer Band in Parchim mit. Weil es die erste Veranstaltung dieser Art im Dorf war, sei das Interesse besonders groß gewesen. Inzwischen gäbe es mehrere Bands in der Region und zahlreiche Veranstaltungen, betont er.

Bis 2009 luden die Zapeler jährlich zur ihrer Konzertnacht ein. Dann war Schluss. Es gab mehrere Gründe. Einer war dieser: Die Veranstaltung hatte sich finanziell nicht mehr getragen. Und als Bürgermeister der Gemeinde hätte es Hans-Werner Wandschneider nicht verantworten wollen, dass dafür Geld aus dem Haushalt bereitgestellt wird.

„Die Rocknacht aber geisterte immer noch in unseren Köpfen umher, war nie vergessen“, sagt Annett Neumann. Und so habe sich die Interessengruppe, die die Konzerte und andere Veranstaltungen organisierte, zusammengefunden und im Mai den Kulturverein Zapel gegründet. Dieser bereitet jetzt die Veranstaltungen vor, die es schon früher in der Gemeinde gegeben hat – mit dem nahezu gleichen Stamm an Mitstreitern – nun aber auf Vereinsebene. Die Gemeinde unterstützt die Arbeit des Vereins. An die 30 Mitglieder sind sie derzeit. Ihre gemeinsamen Ziele: Im Dorf wieder etwa auf die Beine stellen, das kulturelle Leben in Schwung bringen. Da sei es naheliegend gewesen, die Rocknacht wieder zu etablieren.

Fest steht auch schon, dass der Verein am 26. November einen Adventsmarkt veranstaltet, im Frühjahr den Maibaum aufstellt und im Juni das Dorffest organisiert.

Jetzt aber geht es um die Rocknacht. Annett Neumann: „Wir wünschen uns viele Besucher, die Lust haben, mit uns zu rocken.“ Karten für sechs Euro gibt es an der Abendkasse. Einlass ist ab 19 Uhr. Für Getränke und Imbiss werde gesorgt. Der Verein wird das Dorfzelt aufbauen, so dass es beim Open-Air-Konzert auch möglich ist, sich auszuruhen. „Wir möchten nicht nur die junge Generation ansprechen, sondern ein breites Publikum“, betont die Vereinsvorsitzende.

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