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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 12:03 Uhr

Schwerin : Xavier – ein Sturm mit Spätfolgen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gesperrte Straßen, Fahrverbote für Kanäle, verschmutzte Radwege – die Schäden durch das Sturmtief sind noch lange nicht behoben

von
erstellt am 10.Okt.2017 | 21:00 Uhr

Xavier ist längst weg, doch für Arbeit sorgt das Sturmtief immer noch: Am Dienstagvormittag musste der Nahverkehr zwischen dem Bertha-Klingberg-Platz und der Stauffenbergstraße Schienenersatzverkehr fahren. Der Grund: Eine Weide war am Morgen auseinandergebrochen. Ein Stamm drohte auf die Straßenbahngleise zu stürzen. Mit Spezialtechnik wurde der Baum abgenommen. Gegen 12.30 Uhr konnten die Bahnen wieder fahren. Zuvor hatte die Feuerwehr den Fußweg an der Ludwigsluster Chaussee frei geschnitten.

Vorläufig gesperrt bleiben der Consrader Weg und der Franzosenweg. „Es muss erst Spezialtechnik herangeschafft werden, um die Kronen großer, vom Sturm beschädigter Bäume zu sichern“, sagte Ilka Wilczek, Werkleiterin der Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen. Auch der Schleifmühlenweg in Höhe der Freilichtbühne bleibt wegen einer sturmgeschädigten großen Buche vorläufig gesperrt. Jetzt müsse zunächst ein großer Hubsteiger organisiert werden, so Wilczek. Das Schlossgartenviertel ist über die Lennéstraße zu erreichen, hier ist die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Es werde wohl noch zehn Tage dauern, bis alle Sturmschäden beseitigt sind, sagte Ilka Wilczek.

SVZ-Leserin Edeltraud Schröder beklagte am Heißen Draht, dass der Radweg entlang der Gadebuscher Straße von der Einmündung Ratzeburger Straße bis Friedrichsthal wegen der vielen dort liegenden Äste nicht mehr gefahrlos befahrbar ist.

Auch die Weiße Flotte ist durch die Nachwirkungen des Blitzsturms immer noch eingeschränkt. „Wir dürfen seit gestern zwar wieder fahren, aber nur auf dem Innensee“, sagte Geschäftsführer Christian Getz. Alle Kanäle und Nebengewässer sind vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Lauenburg weiterhin gesperrt. Hier müssen zunächst alle Bäume auf ihre Standfestigkeit überprüft werden. Drohen sie ins Wasser zu fallen, werden sie abgenommen. Wegen des Sturms und dessen Folgen durften die Schweriner Bundeswasserstraßen seit Freitag nicht befahren werden. Und die Weiße Flotte musste finanzielle Einbußen hinnehmen. „Wir mussten nicht nur die Linien-, sondern auch einige Charterfahrten streichen“, so Getz. „Das war sehr bedauerlich. Dabei können wir noch froh sein, dass das nicht zur Hochsaison im Sommer passiert ist.“

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