Orkantief : „Xaver“ verschont Schwerin

In Görries wurde das Dach einer Halle abgedeckt und auf eine Grünfläche geweht.
In Görries wurde das Dach einer Halle abgedeckt und auf eine Grünfläche geweht.

Sturmtief richtet in der Landeshauptstadt nur wenige Schäden an

svz.de von
06. Dezember 2013, 23:00 Uhr

Das Sturmtief „Xaver“ hat in der Landeshauptstadt nur wenige Schäden angerichtet. Die Berufsfeuerwehr, fünf freiwillige Feuerwehren und das Technische Hilfswerk mussten zu 21 Einsätzen ausrücken. Zum Vergleich: In ganz Westmecklenburg wurden die Rettungskräfte insgesamt 150 Mal gerufen.

Wegen abgedeckter Dächer, herabstürzender Äste und umgefallener Bäume war die Feuerwehr alarmiert worden. Dabei gab es einen rätselhaften Fall in Frankenhorst. Dort brannte ein Baum. „Wie es dazu kam, können wir nicht erklären“, so Jürgen Rogmann, Chef des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz.

Der Schweriner Weihnachtsmarkt wurde nicht besonders in Mitleidenschaft gezogen. Lediglich ein paar Weihnachtsbäume sind umgeweht worden. Der Betreiber hatte bereits im Vorfeld die Schmuckelemente abgeräumt. Die abgebauten Gondeln des Riesenrades konnten bereits gestern Vormittag wieder angebracht werden. Allerdings stand das Riesenrad vorsorglich weiter still. „Wir sind insgesamt mit einem blauen Auge davon gekommen“, so die Bilanz von Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow.

Auch die Polizei meldet eine relativ ruhige Sturmnacht. Die Beamten mussten viermal wegen Unfällen, bei denen Bäume und Äste auf der Straße lagen, ausrücken. Unter anderem war die B 104 gestern Morgen zwischen Schwerin und Lützow voll gesperrt, weil ein Baum auf die Straße gekippt war. Ähnliches auf der B 106 – ein Baum war auf ein Auto gestürzt. Der Fahrer blieb unverletzt. Das Technische Hilfswerk musste die Crivitzer Chaussee von Ästen befreien. Die Polizei nahm zwei weitere Unfälle wegen Glätte auf und rückten dreimal zu Einsätzen aus, bei denen Verkehrsschilder und Baustellenabsperrungen umgeweht worden waren.

Im morgendlichen Berufsverkehr fiel die Ampel an der Autobahnabfahrt in Raben Steinfeld für zwei Stunden aus. Die Polizei regelte den Verkehr von Hand. Vereinzelt gab es im Schweriner Umland auch Stromausfälle, laut Wemag waren Lübstorf, Leezen und Retgendorf betroffen.

Das für ganz Westmecklenburg eingerichtete Notfalltelefon wurde nur wenig genutzt. In der Schweriner Leitstelle liefen lediglich zwölf Anrufe auf.

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