Schwerins besondere Bäume : Wunschriese noch am Schloss

Die Hängebuche im Burggarten hat ihre beste Zeit schon hinter sich und ist zudem an Pilzbefall erkrankt. Starke, im Dreieck verlaufende Spanngurte halten die Krone zusammen.
Die Hängebuche im Burggarten hat ihre beste Zeit schon hinter sich und ist zudem an Pilzbefall erkrankt. Starke, im Dreieck verlaufende Spanngurte halten die Krone zusammen.

Die Hängebuche im Burggarten

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27. Juni 2017, 23:48 Uhr

In der Landeshauptstadt stehen viele Bäume mit Besonderheiten: sehr alte, sehr große, sehr seltene oder Gehölze mit einer speziellen Bedeutung wie etwa der Baum der Pressefreiheit, der Schnullerbaum, die Hochzeitsbäume oder die Buga-Linde.

Ein Besuchermagnet ist die riesige Hängebuche auf der Burginsel an der Nordbastion des Schlosses. Sie wurde bei der Neugestaltung des Burggartens nach dem großen Schlossumbau gepflanzt – etwa 1860. Die veredelte Rotbuche mit lustigen englischen Namen Weeping Beech ist gut 20 Meter hoch, doch ihre Besonderheit sind die hängenden Zweige. Sie hüllen die Spaziergänger auf dem Rundweg um das Schloss regelrecht ein und schaffen so Raum für Sagen und Mythen. So gilt diese Buche seit alters her als Liebesbaum. Paare, die sich unter ihm küssen, werden mit ewiger Liebe gesegnet. Kein Wunder also, dass in der Rinde viele Herzen und Liebesbekundungen eingeritzt sind.

Doch die Zeiten, als Liebespaare in ihm gesessen haben oder Kinder auf den stark verzweigten Ästen herumkletterten, sind vorbei. Denn die Hängebuche bedarf der Schonung, sie ist krank. Vor Jahren wurde vom Baumsachverständigen Thomas Franiel Pilzbefall im Wurzelbereich diagnostiziert. Zur Unterstützung seiner Standfestigkeit wurden die Hauptäste der weit ausladenden Krone mit Spanngurten zusammengezurrt. Noch ist der 160 Jahre alte Baum vital. Doch Buchen haben in diesem Alter ihre beste Zeit hinter sich. Nun müssen gute Wünsche dem Wunschbaum helfen.

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