Bad Kleinen : Wünsche der Bürgermeister

Der Weg in die Zukunft ist oft ungewiss, aber manchmal auch planbar: Klein Trebbow hofft für 2019 auf die Einlösung der Zusage des Landkreises, die Kreisstraße 46 zwischen der mittlerweile fast 1000-Einwohner-Gemeinde und der B 106 auszubauen.
1 von 5
Der Weg in die Zukunft ist oft ungewiss, aber manchmal auch planbar: Klein Trebbow hofft für 2019 auf die Einlösung der Zusage des Landkreises, die Kreisstraße 46 zwischen der mittlerweile fast 1000-Einwohner-Gemeinde und der B 106 auszubauen.

Senkung der Kreis- und Amtsumlagen, Straßenausbau, Fördermittel – darauf hoffen ehrenamtliche Kommunalpolitiker.

von
04. Januar 2019, 08:54 Uhr

Für die allesamt ehrenamtlich arbeitenden Bürgermeister der Region und ihre Stellvertreter wird auch das Jahr 2019 ein arbeitsames sein. Lange geplante Projekte sollen umgesetzt oder neue Vorhaben auf den Weg gebracht werden. Die ländlichen Politiker im Ehrenamt müssen sich in diesem Jahr zudem die Frage stellen, ob sie bei den Kommunalwahlen am 27. Mai erneut kandidieren wollen, um die oft mühsame und zeitaufwendige Arbeit für ihre Gemeinden fortzuführen.

Kleine Feierstunde: Die Vorsitzende, Marianne Schuldt (l.), sowie Bad Kleinens Bürgermeister Joachim Wölm und Vorstandsmitglied Lisa Brinker (v.l.) freuten sich über das Jubiläum.
Foto: Täufel
Kleine Feierstunde: Die Vorsitzende, Marianne Schuldt (l.), sowie Bad Kleinens Bürgermeister Joachim Wölm und Vorstandsmitglied Lisa Brinker (v.l.) freuten sich über das Jubiläum.
 

Joachim Wölm, Bürgermeister von Bad Kleinen seit 2014, möchte sich erneut zur Wahl stellen. „Ich bin 65 Jahre und habe jetzt Zeit“, sagt er. 2019 beginnt für die 3600-Einwohner-Gemeinde mit der Sanierung der Schulstraße und der Straße der Jugend. „Die Fertigstellung des Bahnhofsvorplatzes als Tor nach Bad Kleinen ist für uns das größte Projekt im neuen Jahr“, so Wölm. In einem noch zu errichtenden Gebäude sollen Kiosk und öffentliche Toiletten für Reisende wie Einheimische untergebracht werden. „Die vor dem Umbau vorhandenen Kurzzeitparkplätze sollen neu entstehen, außerdem zwei Behindertenparkplätze und ein Taxistand.“ Den habe es bisher nicht gegeben. „Wir wollen alles zusammen – den umgebauten Bahnhof und den Vorplatz – gemeinsam mit der Deutschen Bahn offiziell im Frühjahr übergeben.“ Ein weiteres großes Vorhaben wird der Bau eines Seniorenheimes mit etwa 30 Plätzen. „Außerdem beginnt bei uns der Breitbandausbau.“ Das gesamte Gebiet von Bad Kleinen wurde als förderfähig eingestuft.

Bürgermeister Hans-Jürgen Zobjack
Bürgermeister Hans-Jürgen Zobjack

„Wir wollen als erprobtes Team noch einmal zusammen antreten“, verrät Rainer Kloth, stellvertretender Bürgermeister von Klein Trebbow. Sein Partner in diesem Team ist Bürgermeister Holger Bannuscher, der seinen Vize beauftragt hat, auch für ihn Auskunft zu geben, weil er sich noch im Urlaub befindet. „Wir arbeiten seit 2015 zusammen und haben gerade fantastische Projekte beendet – zum Beispiel den Umbau der Kita“, so Rainer Kloth. Für 2019 steht nun die Planung für den Schlosspark an. „Wir sind gerade in der Vergabephase für die Erarbeitung eines Konzeptes. Die Hälfte der Planungskosten müssen wir als Eigenanteil erbringen, die sind bereits in den Haushalt eingestellt und bewilligt.“ Erst mit diesem Konzept kann die Gemeinde Fördermittel beantragen. „Wir freuen uns außerdem auf den für 2019 vom Landkreis in Aussicht gestellten Ausbau der Kreisstraße 42 zur Bundesstraße 106. Darauf warten wir sehnsüchtig.“

Rainer Kloth, stellvertretender Bürgermeister Klein Trebbow (3. v.r.), bei der Einweihung der Kita 'Waldmäuse' im Herbst 2018.
Foto: Katja Frick
Rainer Kloth, stellvertretender Bürgermeister Klein Trebbow (3. v.r.), bei der Einweihung der Kita "Waldmäuse" im Herbst 2018.

Auch Hans-Jürgen Zobjack, seit zehn Jahren Bürgermeister von Alt Meteln, will im Mai erneut für das Amt kandidieren. „Ich mache solange weiter, bis meine Frau sagt: ,Jetzt ist es genug’“, erklärt er lachend. Er wünscht sich für 2019 vor allem, dass die Kreisverwaltung für die 25 Linden entlang der Kreisstraße 42 die Verantwortung übernimmt. „Wir als Kommune sind für den Licht- und Trockenschnitt verantwortlich. Das sind für einen Baum 800 bis 1000 Euro. Die Bäume sind so hoch, dass wir dafür einen Kran brauchen. Ich verstehe nicht, warum wir das bezahlen müssen, wenn das eine Kreisstraße ist.“ Die Gemeindestraßen und ihre Unterhaltung sind generell seine Sorgenkinder. Außerdem soll das Dorfgemeinschaftshaus neue Sanitäranlagen bekommen. „Wir müssen uns auch um unser Feuerwehrhaus Gedanken machen, das wird langsam zu klein.“

Treffpunkt Dorfladen: Paul-Wilhelm Todt (r.) vom Genossenschafts-Vorstand im Dorfladen von Gambow.
Foto: Mett
Treffpunkt Dorfladen: Paul-Wilhelm Todt (r.) vom Genossenschafts-Vorstand im Dorfladen von Gambow.

Paul-Wilhelm Todt, nach dem Wegzug von Bürgermeister Possekel erster stellvertretender Bürgermeister des amtierenden Uwe Weiberg, möchte sich 2019 nicht zur Wahl stellen. „Ich werde nächstes Jahr 75. 15 Jahre Kommunalpolitik sind genug.“ Uwe Weiberg werde wegen eines Umzugs ebenfalls nicht kandidieren. „Daher rühren wir gerade die Werbetrommel für neue Kandidaten.“ Das erste große Projekt 2019 wird die Rufbus-Verbindung nach Wittenförden. „Das neue Jahr wird vor allem durch die Windkraft bestimmt. Im Ort bildet sich Widerstand gegen das westlich von Grambow ausgewiesene Windeignungsgebiet.“ Am 24, Januar gibt es dazu eine Einwohnerversammlung.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

Etwa 65.000 Schüler und Lehrer allein in unserem Verbreitungsgebiet erhalten in einem gemeinsamen Projekt der Zeitungsverlage und des MV-Bildungsministeriums bis zum Jahresende kostenlosen Zugang zu den Newsportalen. Fragen Sie an den Einrichtungen ihrer Kinder nach den Bedingungen und Login-Daten, die Sie auch in der Familie nutzen können.
Was bewegt die Schüler ab Klasse 5 bis hinauf in die Gymnasien und Berufsschulen unseres Landes? Was passiert in ihrem Umfeld, in Deutschland und der Welt? Wie können seriöse Nachrichten von Fake News unterschieden werden?
Die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten bieten den Schülern die aktuellsten Berichte, liefern in einem speziellen Dossierbereich "Diskussionsstoff" für den Unterricht und möchten mit ihnen in Austausch kommen.
 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen