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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 04:53 Uhr

Brüsewitz : Wohnungen bleiben vorerst leer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Privater Eigentümer bietet in Brüsewitz Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen an, Nordwestkreis sieht noch keinen Bedarf

von
erstellt am 09.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Das Angebot vom privaten Vermieter dreier Wohnblocks in Brüsewitz steht: Er stellt leer stehende Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen bereit. Derzeit werde diese Möglichkeit aber nicht in Erwägung gezogen. Das teilte gestern auf SVZ-Anfrage die Pressestelle des Landkreises Nordwestmecklenburg mit. Der Kreis wolle das Angebot erst dann genauer prüfen, wenn tatsächlich Bedarf besteht.

Der Eigentümer dieser Wohnblocks im Gartenweg, ein Immobilienfonds aus Süddeutschland, hat mehr als 30 freie Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen angeboten. Insgesamt seien 38 Wohneinheiten frei. Zum Verständnis: Eine Fünf-Raum-Wohnung zum Beispiel entspricht drei Wohneinheiten.

Bürgermeister Manfred Dutz hatte schon vor Tagen beim Landkreis nachgefragt, ob sich die Gemeinde auf die Unterbringung von Flüchtlingen einstellen müsse. „Es hieß, dass Gemeinden ab einer Einwohnerzahl von 2500 dafür in Frage kommen, weil davon auszugehen ist, dass es in den Kommunen auch eine angemessene Infrastruktur gibt.“ Brüsewitz habe eine Einwohnerzahl von 2100, aber auch eine gute Infrastruktur mit Kita, Grundschule, Einkaufsmöglichkeiten. Während die Grundschule noch freie Kapazitäten hätte, sieht es bei der Kita-Betreuung schon anders aus: Dutz: „Unser Kindergarten ist derzeit voll ausgelastet. Es gibt sogar eine Warteliste.“ Lediglich in der Schule würde es noch freie Räume geben, die im Bedarfsfall für die Betreuung von Kindergartenkindern hergerichtet werden müssten. Das wäre dann allerdings noch im Detail zu klären. Das habe die Gemeinde dem Landkreis Nordwestmecklenburg mitgeteilt. Sie habe auch auf den Zustand der leer stehenden Wohnungen aufmerksam gemacht. Diese hätten einen erheblichen Sanierungsbedarf. Deshalb habe man empfohlen, dass sich der Kreis die in Frage kommenden Wohnungen anschaut – vor einer möglichen Anmietung. „Wir warten quasi jeden Tag auf eine Information vom Landkreis“, sagt Bürgermeister Dutz. Bis dato habe die Gemeinde aber keine erhalten.

Sollten Flüchtlinge kommen, wolle die Gemeinde aber alles dafür tun, sie vernünftig unterzubringen. Keine Frage. Allerdings möchte der Bürgermeister dann im Vorfeld die Einwohner informieren und Fragen klären.

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