Neue Idee : Wohnen statt Schwimmen

Nur 50 Meter vom Ufer des Lankower Sees entfernt steht die ehemalige Volksschwimmhalle. Sie soll abgerissen werden. Was danach mit dem Gelände passiert, steht noch nicht fest.
Nur 50 Meter vom Ufer des Lankower Sees entfernt steht die ehemalige Volksschwimmhalle. Sie soll abgerissen werden. Was danach mit dem Gelände passiert, steht noch nicht fest.

Stadtplaner entwickeln Ideen für Nachnutzung des Areals am Lankower See und legen der Stadtvertretung im April Vorschläge vor

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27. März 2015, 08:00 Uhr

Der Abriss der alten Lankower Schwimmhalle ist beschlossene Sache, doch was soll künftig mit dem Gelände passieren? Die exponierte Lage nahe des Seeufers bietet sich für Wohnungsbau an. Aber auch eine Nutzung als Freizeitgelände mit viel Grün ist nicht von der Hand zu weisen. Die Stadtvertretung hat der Verwaltung den Auftrag erteilt, mögliche Nachnutzungsvorschäge zu unterbreiten.

Doch wohin soll die Reise gehen? Stadtplaner Andreas Thiele hält sich vorerst noch bedeckt. „Meine Mitarbeiter sind mit Hochdruck bei der Arbeit. Wir werden auftragsgemäß im April den Kommunalpolitikern Ideen und Modelle vorlegen“, kündigt Thiele an.

Wenngleich der Amtsleiter wegen der Sensibilität und Komplexität der Thematik derzeit nicht ins Detail gehen mag, sind mehrere Ausgangspositionen schon jetzt klar: Das Gebäude wird abgerissen, es wird weder eine andere Nutzung geben noch eine Denkmal-Option greifen. Das haben sowohl Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum als auch Politiker mehrerer Fraktionen der Stadtvertretung übereinstimmend erklärt.

„Wir haben einen eindeutigen Beschluss der Stadtvertretung zum Abriss. Abgesehen davon hatten alle anderen Vorschläge erhebliche Risiken. Neue Projekte dürfen aber nicht zu Lasten der Stadt gehen“, sagte Sebastian Ehlers von der CDU in der Stadtvertretersitzung am 28. Januar. Gerd Böttger von den Linken stimmte zu: „Es gibt keinen Investor mit einem belastbaren Konzept und wir brauchen dort keine Invest-Ruine.“ Manfred Strauß von den Unabhängigen Bürgern erklärte: „Wir haben keine Alternative zum Abriss.“

Weitere Ausgangspositionen für die Planungen: Die Parkplätze für die Kleingärtner neben der Halle sollen erhalten bleiben und die Uferzone muss geschützt und öffentlich zugänglich bleiben.

Aufgrund dieser Ausgangslage wurde die Stadtverwaltung mit der Erarbeitung von Vorschlägen für die Nachnutzung des Areals beauftragt. Die Ideen sind breit gefächert und reichen von Wohnbebauung über Grünanlagen bis zum Caravan-Stellplatz. Die Planer müssen bei ihren konzeptionellen Untersuchungen jedoch weiter ins Detail gehen. Sollen Einfamilien- oder Mehrfamilienhäuser entstehen? Wie massiv darf die Bebauung so nah am Wasser sein? Wie viele Geschosse sind verträglich? Wie geht man mit dem Lärmschutz um? Muss ein neuer B-Plan für das Areal erstellt werden und sollte dann das zu überplanende Gelände bis zur alten Wetterstation ausgeweitet werden?

Angesichts der großen Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum in Wassernähe in Schwerin dürften die Chancen für Wohnungsbau am besten stehen. Doch darüber muss zunächst die Kommunalpolitik entscheiden, bevor dann mit der Erschließung begonnen werden kann.

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