Pingelshagen : Wohnen am Aubach

Noch vor dem Planungsstart informierten Bürgermeister Reimond Weding (r.) und Gemeindevertreter Thomas Reimann Anwohner und Bauinteressenten.
Noch vor dem Planungsstart informierten Bürgermeister Reimond Weding (r.) und Gemeindevertreter Thomas Reimann Anwohner und Bauinteressenten.

Pingelshagen will die Gunst der Stunde nutzen und das Wohnareal erweitern

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03. Februar 2018, 08:00 Uhr

Nach der Einigung im Schweriner Stadt-Umland-Raum über die Baulandentwicklung will die Gemeinde Pingelshagen die Gunst der Stunde nutzen und ein kleines Wohngebiet auf den Weg bringen. In Verlängerung des Areals Am Aubach I soll in zweiter Reihe hinter der Grevesmühlener Straße Am Aubach II entstehen. 16 Wohneinheiten dürfen nach der mit der Stadt Schwerin gefundenen Kompromissformel (SVZ berichtete) in Pingelshagen hinzukommen. „Die Tür für die weitere Entwicklung unserer Gemeinde steht nach Jahren jetzt einen Spalt breit offen, das wollen wir nutzen“, warb Bürgermeister Reimond Weding für das Vorhaben. Mit etwas mehr als 500 Einwohnern und einem soliden Haushalt stehe Pingelshagen sehr gut da. Doch ohne neuen Wohnraum für Familien mit Kindern sind diese beiden Punkte in Gefahr: Zum Ersten könnte die Bevölkerungszahl unter die für die Selbstständigkeit wichtige 500er-Grenze sinken, zum Zweiten gibt es für Familien mit Kindern mehr Zuweisungen als für ein Dorf ohne Jugend, erläuterte Weding.

Am Donnerstag stellte die Gemeinde ihre Vorhaben im voll besetzten Gemeindesaal vorab vor. Denn erst am 22. Februar soll ein Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplanes gefasst werden soll. Aber die Idee hatte sich längst rumgesprochen. Und gerade Bewohner Am Aubach sind nicht begeistert. Sie befürchten gerade während der Erschließungs- und Hochbauarbeiten viel Schwerlastverkehr in der verkehrsberuhigten Zone und danach kaputt gefahrene Straßen vor ihren Haustüren. Am liebsten wäre ihnen eine zeitweilige Baustraße – direkt von der Grevesmühlener Straße zum künftigen Bauareal. „Wir kennen die Sorgen und haben auch die Lösungsvorschläge auf dem Schirm“, betonte Thomas Reimann, Vorsitzender des Bau- und Finanzausschusses der Gemeinde. Doch bevor der B-Plan nicht auf dem Tisch liegt, sei da nichts zu machen. Der soll noch in diesem Jahr fertig werden, damit im günstigsten Fall zu Jahresbeginn 2019 die Erschließung starten kann.

Extra genehmigt werden muss der B-Plan nicht. Denn die Gemeinde hatte bereits Mitte der 1990er-Jahre dieses Areal für die Wohnbebauung vorgesehen. Sogar etwa 45 neue Häuser können dort errichtet werden. Da derzeit aber nur die Chance auf deutlich weniger Wohneinheiten besteht, geht es jetzt nur um eine Teilfläche.

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