Grambower Gemeindefusion : Wohin zieht es nun die Grambower?

Kommunale Selbstständigkeit ist eines der Themen am Grambower Zukunfts-Kunst-Projekt an der Buswendeschleife.
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Kommunale Selbstständigkeit ist eines der Themen am Grambower Zukunfts-Kunst-Projekt an der Buswendeschleife.

Debatte um die Zukunft der Gemeinde ist in vollem Gange – Wittenförden und Brüsewitz bieten sich an

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09. Mai 2017, 16:00 Uhr

Alles ist offen: Mit dieser Position gehen Bürgermeister Andreas Possekel und die Gemeindevertreter von Grambow am 18. Mai in die Einwohnerversammlung. Dann geht es von 19 Uhr an im Gemeindezentrum um nichts anderes als die Zukunft der Gemeinde. Kommt es zum Zusammenschluss mit dem Nachbarn Wittenförden? Diese Fusion über die bestehenden Amts- und Kreisgrenze hinweg hatten die Gemeindevertreter auf Vorschlag des Dorfvereins „Unser Grambow“ ins Auge gefasst. Nach Grundsatzbeschlüssen Ende vorigen Jahres in beiden Gemeindevertretungen fanden dazu vorbereitende Gespräche statt. „Wir haben bislang die Bürger noch nicht einbezogen, weil wir erst jetzt über konkrete Fakten reden können“, betont Possekel, und er schiebt hinterher: „Entschieden ist noch nichts.“

Das gilt um so mehr, weil inzwischen zwei Alternativ-Vorschläge auf der Tagesordnung stehen. Alt-Bürgermeister Herbert Piotrowski setzt sich für die weitere Selbstständigkeit ein. Für Piotrowski geht es darum, die kommunale Selbstverwaltung nicht so einfach aufzugeben und die historisch gewachsenen Strukturen zu erhalten.

Darüber hinaus hat sich Brüsewitz als Fusionspartner angeboten – die Nachbargemeinde auf der anderen Seite Grambows. Amts- und Kreiswechsel wären bei dieser Hochzeit nicht nötig. Die Brüsewitzer sind besorgt wegen der Grambower Wechselabsichten, denn dadurch gerät die Grundschule in ihrer Gemeinde in Gefahr.

Auch Wittenförden steht weiterhin zum Grundsatzbeschluss einer Fusion mit Grambow. Eine leistungsfähige Großgemeinde, Zusammenarbeit in den Bereichen Grundschule und Kita sowie das Ziel des Nahverkehrs-Anschlusses von Grambow an Schwerin stehen da auf der Agenda.

„Wir werden bei der Einwohnerversammlung über alle drei Varianten informieren und diese diskutieren“, kündigt Possekel an. Eine Abstimmung ist nicht vorgesehen. „Wenn sich ein klare Mehrheit für eine der Varianten ausspricht, werden die Gemeindevertreter das bei ihrem Votum sicher berücksichtigen“, ist der Bürgermeister überzeugt.

Die aktuelle Debatte sieht Andreas Possekel durchaus positiv: „Jetzt machen sich plötzlich sehr viele Grambower und Wodenhofer Gedanken, wie es mit der Gemeinde weitergeht.“

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