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Seehofer Streiten um Bauantrag : Wohin mit dem Hundorfer Müll?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gemeinde beschließt Antrag für Containerplatz im Holunderweg – Bürger fordern Überprüfung und eine andere Stellfläche

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Es liegt den Gemeindevertretern von Seehof laut eigenen Angaben schon seit Jahren auf der Seele: Ein geeigneter Containerplatz im Ortsteil Hundorf zu finden. Bürgermeisterin Christiane Schwonbeck und ihr Team haben sich in mehreren Sitzung mit dem Thema beschäftigt. Am Dienstagabend war es erneut Grund für Diskussionen – diesmal hitzige. Denn Gemeindevertreter Wilhelm Scholz warf der Gemeinde vor, einen „Schwarzbau“ in Auftrag gegeben zu haben. Denn bereits vor einigen Wochen rückten Baufahrzeuge im Hundorfer Holunderweg an. Kurze Zeit später allerdings wieder ab. Denn der Landkreis hatte auf einige Versäumnisse bei der Antragstellung hingewiesen und einen Baustopp verhängt. Einige Vertreter der Gemeinde wiesen den Vorwurf eines „Schwarzbaus“ entschieden zurück. „Wir haben im Bauausschuss mehrfach über einen geeigneten Standort diskutiert, haben uns für den Platz im Holunderweg entschieden und über das Amt eine entsprechende Genehmigung eingeholt“, erklärte Vize-Bürgermeister Helmut Breitag. Einen Gemeindevertreterbeschluss gebe es dazu nicht, kritisierte Gemeindevertreter Scholz und wies darauf hin: „Der Bauausschuss darf keine Beschlüsse fassen, nur vorbereiten und empfehlen.“ Ginge es nach einigen Bürgern aus der Ringstraße, würden die Wertstoff-Sammelbehälter einen anderen Platz bekommen. „Ich möchte mich dringend dagegen verwahren. Es ist zu gefährlich direkt neben der Gas-Station. Es ist außerhalb des Ortes und wird schnell zum Schandfleck“, erklärte Barbara Kühl. Die Hundorferin kann nicht verstehen, warum der Containerstellplatz nicht im Neubaugebiet eingerichtet wird, wie es ursprünglich mit dem Investor abgesprochen war. Breitag erklärte, dass sich ein bislang geplanter Platz im neuen Wohngebiet als ungeeignet herausstellte. Eine Lösung her musste und man habe sich innerhalb des Bauausschusses auf den Platz im Holunderweg geeinigt. „Der Gemeinde entstehen keine Kosten. Der Investor übernimmt alles“, erklärte Breitag. Für Barbara Hein habe das ein „besonderes Geschmäckle“. Sie kann nicht verstehen, warum der Investor nicht in die Pflicht genommen wird, auf dem ursprünglichen Areal einen entsprechenden Containerstellplatz zu errichten. Sie war zudem nicht die einzige Einwohnerin, die um eine erneute Platz-Prüfung am Dienstagabend gebeten hatte. Eine weitere Anwohnerin brachte die große Unfallgefahr an der Kreisstraße ins Gespräch.

Die Seehofer Gemeindevertreter haben den Bauantrag für einen Containerstellplatz mit vier Ja- und zwei Nein-Stimmen beschlossen. Nun muss der Nordwestkreis entscheiden, ob es möglich ist.

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