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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 19:47 Uhr

Großer Dreesch : Wo entsteht die neue Moschee?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ehemaliges Kita-Gebäude in der Anne-Frank-Straße soll verkauft werden: Stadt sucht Alternative für Islamischen Bund

von
erstellt am 22.Mai.2015 | 16:00 Uhr

Die Stadt sucht weiter nach einem neuen Standort für den Islamischen Bund in Schwerin. Untergebracht ist die Moschee Assalam bis dato in einem ehemaligen Kita-Gebäude in der Anne-Frank-Straße. Wegen der hohen Betriebskosten soll das Objekt auf dem Großen Dreesch jedoch verkauft werden. „Die in Abstimmung mit der sunnitischen Gemeinde erfolgte Ausschreibung der Immobilie hat vorgesehen, dass ein Ersatzobjekt seitens des Käufers zur Verfügung zu stellen ist“, teilte die Verwaltung zur jüngsten Stadtvertreter-Sitzung mit. Es habe sich aber nur ein Interessent beworben, dessen Angebot nun geprüft werde.

Der Renovierungsbedarf in der Anne-Frank-Straße ist erheblich, die Räume reichen für die vielen Gläubigen kaum aus. So könnte sich Mohamed Dib Khanji, der Vorsitzende des Islamischen Bunds, den Wechsel an einen anderen Standort sehr gut vorstellen. „Wir halten seit zwei Jahren schon Ausschau nach einer Alternative“, sagt er.

Rund 150 Muslime versammeln sich derzeit zum Freitagsgebet in der Moschee Assalam. „Durch die Flüchtlinge aus Syrien ist unsere Gemeinde gewachsen“, erklärt Mohamed Dib Khanji. Aber unter anderem auch aus Nigeria, Eritrea, Algerien, dem Irak, dem Libanon und Palästina kämen die Menschen, die sich beim Islamischen Bund in der Anne-Frank-Straße treffen.

Und der Vorsitzende des Islamischen Zentrums hätte auch schon eine Idee, wo das neue Domizil der Gemeinde aufgeschlagen werden könnte: „Ein früheres Kita-Gebäude in der Pescer Straße wäre für uns gut geeignet“, berichtet Mohamed Dib Khanji. Vor Ort gäbe es ausreichend Platz auch für junge Gemeindemitglieder, für eine Bibliothek und für Bildungsveranstaltungen. Um einen Teil des Gebäudekomplexes erwerben und renovieren zu können, wolle die Gemeinde nun Spenden sammeln, so der Vorsitzende.

„Wir suchen intensiv nach Ersatzstandorten für die sunnitische Gemeinde“, bestätigt unterdessen Andreas Thiele, Fachdienstleiter für Stadtentwicklung, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Aufgabe sei jedoch nicht leicht, weil jede bisher untersuchte Alternative mindestens ein Manko aufweise. Laut Stadtvertreter-Beschluss soll die Verwaltung nicht nur einen Umzug in eine geeignete Immobilie prüfen, sondern auch den Einsatz von Städtebau- oder anderer Fördermittel für die Herrichtung als Moschee.

Im März hatten Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Dezernent Bernd Nottebaum den Islamische Bund besucht. Die Gemeinde könne die Räumlichkeiten in der Anne-Frank-Straße so lange nutzen, bis einvernehmlich ein alternativer Standort gefunden sei, so die Zusicherung der Stadt.

 

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