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Schwerin: 150 Meter Baustelle : Wittenburger: Stadt baut weiter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Arbeiten zwischen Kreuzung Friedensstraße, Voßstraße und Eisenbahnbrücke beginnen nächste Woche – und dauern ein Jahr

von
erstellt am 25.Feb.2016 | 21:00 Uhr

Auf die Anwohner der Wittenburger Straße kommt eine neue Baustelle zu. Am 1. März beginnt die Sanierung im Abschnitt zwischen der Kreuzung Friedensstraße, Voßstraße und der Eisenbahnbrücke. Bis Ende des Jahres sollen die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen sein. Bei einer Versammlung im Stadthaus konnten sich Interessierte jetzt über die Planung informieren. Tenor bei den rund 30 Zuhörern: Die Bautätigkeit auf dem rund 150 Meter langen Straßenabschnitt dauert ganz schön lange – zu lange.

Es gibt allerdings auch eine Menge zu tun, wie Baudezernent Bernd Nottebaum betonte. Bevor Fahrbahn, Gehwege und Straßenlaternen erneuert werden können, sind tatsächlich umfangreiche Arbeiten im Erdreich geplant. Los geht es Anfang März mit dem Bau eines neuen Kanals. „Der alte Kanal ist stark sanierungsbedürftig. Wir haben uns deshalb für einen Neubau entschieden“, sagte Ronald Radscheidt vom beauftragten Ingenieurbüro Bauwas. Der Neubau beginne an der Kreuzung Fritz-Reuter-, Johannesstraße und erfolge zeitgleich in beiden Richtungen. Erneuert werde auch auch das unterirdische Überlaufbauwerk in Höhe der Fritz-Reuter-Apotheke, kündigte Radscheidt an. Neue Trinkwasser-, Elektro- und Gasleitungen sowie die dazugehörenden Hausanschlüsse werden im Auftrag der Schweriner Stadtwerke verlegt. Mitarbeiter Heiko Kersten erläuterte diese Pläne.

Gesperrt ist die Wittenburger Straße vom 1. März im gesamten Bauabschnitt, also von der Kreuzung Friedens-, Voßstraße bis zur Eisenbahnbrücke. Die Brücke selbst und auch die Kreuzung blieben frei, sagte Planer Ulf Leirich. Voraussichtlich von Mitte September an werde dann der Kreuzungsbereich Friedens-, Voßstraße gesperrt, dafür erhielten aber Autofahrer an der Kreuzung Reuter-, Johannesstraße wieder freie Fahrt.

Sorge bereitet Anwohnern vor allem die Parkplatzsituation. „Wo sollen wir mit unseren Autos hin?“, fragte ein Bürger im Stadthaus. Die Stellplätze, die nun zusätzlich in der Friedensstraße ausgewiesen seien, reichten längst nicht aus. „Wir haben auch ohne Baustelle ein Parklatz-Problem im Stadtteil“, räumte Dezernent Nottebaum ein – und bat um Verständnis: „Durch die Baustelle müssen wir durch.“ Noch eine Sorge der Anwohner: Durch die neuen Straßenbahngleise könnten die Erschütterungen später beim Bahnverkehr größer werden. Diese Befürchtungen versuchte Carsten Bierstedt von der städtischen Verkehrsbehörde zu zerstreuen. Die Situation werden sich nicht verschlechtern, versicherte er. Schließlich die Kritik am Zeitplan: „Es kann nicht sein, dass an einer 150 Meter langen Strecke ein Jahr lang gebaut wird“, hieß es in der Versammlung. Der Bauablauf sei schon komprimiert, unterstrich Planer Leirich. Gearbeitet werde zwischen 7 und 20 Uhr.

1,2 Millionen Euro kostet die neue Oberfläche auf dem Abschnitt der Wittenburger Straße. „780 000 Euro kommen aus dem Städtebaufördertopf“, sagte Silviana Kreis von der LGE Mecklenburg-Vorpommern, Sanierungsträgerin der Landeshauptstadt. Die Gesamtkosten, inklusive der unterirdischen Arbeiten, bezifferte Kreis auf etwa 1,8 Millionen Euro.

Ansprechpartner für die Bürgerfragen ist das Ingenieurbüro Kirsch & Leirich unter Telefon 0385-592870.




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