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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. Oktober 2017 | 11:18 Uhr

Schwerin : Wittenburger Brücke wächst

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bauarbeiten gehen zügig voran: Eisenbahngleise sind bereits überbrückt, jetzt erfolgt der Aufbau der Fahrbahn

von
erstellt am 10.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Der Neubau der Brücke in der Wittenburger Straße über die Eisenbahngleise geht in rasantem Tempo voran. Am 15. März hatte die Stadt mit dem Abbruch der alten begonnen, jetzt überspannt bereits ein neues Betonbauwerk die Bahnlinie.

„Die alte Brücke wurde 1968 aus Spannbeton errichtet. Wegen der Gefahr des plötzlichen Versagens des korrosionsanfälligen Spannstahls war die Standsicherheit des Bauwerks jedoch gefährdet. Dieser und weitere Mängel der Konstruktion machten den schnellstmöglichen Ersatz erforderlich“, erläutert Carsten Bierstedt vom Amt für Verkehrsmanagement den Hintergrund.

Das Bauvorhaben ist unter mehreren Aspekten eine besondere Herausforderung: Die Arbeiten müssen bei laufendem Bahnverkehr durchgeführt werden, die Baustelle liegt mitten in einem Wohngebiet und die Zeit drängt. Denn bis Ende des Jahres muss die Baumaßnahme abgeschlossen sein. „Mit dem Bauunternehmen Matthäi haben wir einen leistungsstarken Partner“, betont Bierstedt.

Begonnen wurden die Arbeiten im Frühjahr damit, die im alten Brückenkörper liegenden Versorgungsleitungen zu trennen und umzuverlegen. Dazu wurde südlich des bestehenden Brückenbauwerkes eine Leitungsbrücke errichtet. Dann folgte der Abriss der alten Brücke. Für das Fundament der neuen mussten aufwändige Pfahlgründungen vorgenommen und Stützbauwerke erweitert werden. Nun nimmt die neue Brücke bereits Gestalt an.

Da die Baumaßnahme aber nicht ohne Beeinträchtigung des Zugverkehrs durchgeführt werden kann, mussten Sperrpausen des Bahnbetriebes mit der Deutschen Bahn ausgehandelt werden, berichtet Bierstedt. Der Landeshauptstadt sind 30 Pausen eingeräumt worden. Sie erstrecken sich auf jeweils vier Nachtstunden. Ihre Einhaltung gab und gibt den Takt für den Bauablauf vor.

Gebaut wird werktags zwischen 7 und 20 Uhr. „Für einzelne Bauleistungen war und ist jedoch die Ausführung in den Nachtstunden und auch sonntags erforderlich“, so Bierstedt. Ein Lärmschutzgutachten habe mögliche Beeinträchtigungen ermittelt und Gegenmaßnahmen bestimmt. „Die Landeshauptstadt dankt den Anliegern für ihr Verständnis und ihre Geduld“, betont Bierstedt.

Die Gesamtkosten für Abriss, Umverlegung der Versorgungsleitungen und Herstellung der neuen Brücke samt Fahrbahn belaufen sich auf 3,9 Millionen Euro. Dafür bekommt die Landeshauptstadt Fördermittel in Höhe von 3,4 Millionen Euro.

 

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