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Schwerin saniert Innenstadt-Magistrale : Wittenburger bleibt Baustelle

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit Millionenaufwand wird zentrale Innenstadtstraße saniert – Ende Dezember soll bis zur Eisenbahnbrücke alles fertig sein

von
erstellt am 06.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Ganz langsam lässt der Kranführer das Betonbecken in die dreieinhalb Meter tiefe Baugrube sinken. Die Tiefbauer sichern das knapp 27 Tonnen schwere Teil und positionieren es exakt am vorgesehenen Ort. Ein weiterer Schritt bei der Sanierung der Wittenburger Straße ist getan. Das Rückhaltebecken wird in Zukunft dafür sorgen, dass das Gemisch aus Regen- und Abwasser geordnet ablaufen kann – selbst bei stärksten Regengüssen.

Seit rund zwei Jahren ist die Wittenburger Straße nun schon Baustelle. Losgegangen war es auf der Kreuzung Wittenburger Straße/Obotritenring – mit erheblichen Einschränkungen für die Autofahrer, die sich aber relativ schnell auf die Baustellensituation einstellten und sich andere Wege suchten. Probleme tauchten auf, als bei den Tiefbauarbeiten unbekannte Rohrleitungen entdeckt wurden.

Um die Gestaltung der Wittenburger Straße wurde noch vor Baubeginn sowohl in der Politik als auch unter den Anwohnern heftig diskutiert. Müssen die Kreuzungsbereiche aufgepflastert werden? Warum gibt es keine Radwege? Wohin mit den Autos, die normalerweise auf den Höfen stehen, während der Bauphase? Letztendlich haben sich all diese Probleme aber relativiert. „Große Schwierigkeiten hatten wir nicht“, sagt Armin Nowak von der Baufirma Tuk. Bei Anwohnern taucht aber immer wieder die Frage auf, warum die Arbeiten so lange dauern, warum immer nur an einer Seite der Straße gearbeitet wird. Das aber ist eine Forderung der Rettungsdienste. Alle Häuser müssen jederzeit von der Feuerwehr oder vom Notarzt erreichbar sein.

Vom Obotritenring bis zum Wittenburger Tor ist die Wittenburger Straße inzwischen fertig. Rohrleitungen, Gehwege, Parktaschen, Staßenbeleuchtung – alles ist neu. Einige Bäume bringen etwas Grün in die Häuserzeilen. Bis Ende Juni sollen die Arbeiten am jetzt im Bau befindlichen Abschnitt von der Voßstraße/Friedensstraße bis zur neuen Eisenbahnbrücke abgeschlossen werden. Allerdings wird unter Fachleuten derzeit noch diskutiert, ob nicht gleich die Einmündung zur Reiferbahn, jenseits der Brücke, gleich mitgemacht werden kann. Das würde die technologischen Abläufe optimieren, denn auch der vor rund zehn Jahren mit einer Schwarzdecke versehene Wittenburger Berg wird noch komplett saniert.

Zuvor aber muss noch die Kreuzung Wittenburger/Friedens-/Voßstraße in Ordnung gebracht werden. Diese Arbeiten sollen aber erst im Dezember abgeschlossen werden, so dass es noch eine Weile dauern wird, bis es ohne Behinderungen für Fußgänger, Rad- und Autofahrer durch die Wittenburger Straße wenigstens bis zur Fritz-Reuter-Straße geht.

Die Kosten für die Straßensanierung vom Obotritenring bis zur Eisenbahnbrücke belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. So hoch wird das Stadtsäckel allerdings nicht belastet. Das Land gibt gut 1,4 MIllionen Euro dazu.

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