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Bauarbeiten in Schwerin : Wittenburger ab November dicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zwischen Eisenbahnbrücke und Lübecker Straße werden die Gleise neu verlegt. Im Juni soll alles fertig sein – vielleicht

von
erstellt am 26.Sep.2016 | 12:00 Uhr

Vom ersten November an wird es am Wittenburger Berg eng. Dann soll der Umbau der Gleisanlage zwischen der Eisenbahnbrücke und der Einmündung Lübecker Straße erfolgen. Die Ausschreibung ist gelaufen, derzeit führt die Stadt so genannte Bietergespräche.

„Wegen der kurzfristigen Ausschreibung hatten wir Befürchtungen, dass sich gar keine Interessenten melden“, sagt der Chef des Verkehrsmanagements, Bernd-Rolf Smerdka. „Wir freuen  uns deshalb,  dass  sich ausreichend leistungsfähige  Firmen aus der Region gemeldet haben. Und die günstigsten bleiben mit ihrem Angebot auch in unserem Kostenrahmen.“ Bisher hatte die Stadt immer  von rund 880 000 Euro gesprochen. „Wo wir jetzt liegen, werden wir aber noch nicht sagen“, so Smerdka. Denn der Zuschlag soll erst am 11. Oktober erfolgen. Außerdem bekommt die beauftragte Firma eine so genannte Beschleunigungsvergütung. Das heißt: Für jeden Tag, den das Bauvorhaben früher fertig wird, gibt es eine Prämie.

Wie genau in der Wittenburger gebaut wird, steht noch nicht fest. Wegen des engen Zeitplanes müsse den Baufirmen ein  Spielraum eingeräumt werden. Der Zeitplan soll bis Mitte Oktober vorgelegt werden. Erst dann wird bekannt, ob von der Eisenbahnbrücke aus oder von der Lübecker Straße angefangen wird zu bauen. Oder möglicherweise auch von beiden Seiten gleichzeitig. „Das überlassen wir den Baufirmen“, sagt Smerdka. Sicher ist bereits, dass die Lübecker Straße an der Einmündung der Wittenburger zur Sackgasse wird. „Wir haben aber bereits geklärt, dass am Durchgang zum Klöresgang gewendet werden darf.“

Die Bauarbeiten am Wittenburger Berg sind heute Abend auch Diskussionspunkt in der Stadtvertretung. Die Unabhängigen Bürger hatten nach heftigen Protesten ansässiger Gewerbetreibender schon Ende Juni gefordert, dass „durch Optimierung des Bauablaufes und weitere Maßnahmen“  die „Beeinträchtigungen für Anwohner und Gewerbetreibende“  reduziert werden sollen.  Allerdings dürfte sich dieses Thema erledigt haben, da Händler und Gastronomen in einer „Interessengemeinschaft Lübecker Straße-Schweriner Höfe-Wittenburger Straße“ im Gespräch mit der Stadt  dieses Ziel schon erreicht haben. Denn ursprünglich plante die Stadt einen Baustart erst im kommenden Jahr.  Dass es jetzt schon in wenigen Wochen losgehen soll, stellt die Initiative zufrieden. Außerdem hat die Stadt einen Baustellenkoordinator verpflichtet. Hugo Klöbzig, der in Schwerin schon etliche Großbaustellen gemanagt hat, soll sozusagen als „Kummerkasten“ fungieren.

Wie lange am Wittenburger Berg gearbeitet werden wird, kann noch keiner sagen. Das Wetter muss mitspielen. Ist das der Fall, könnte die Wittenburger Straße schon im Juni freigegeben werden.

„Im Durchschnitt der vergangenen Jahre hatten wir zwei Monate Winter“, so Baudezernent Bernd Nottebaum. „Es besteht aber immer das Risiko, dass wir doch einen richtigen Winter bekommen.“ Dann würde sich wieder alles nach hinten verschieben.

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