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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 21:39 Uhr

Ausblick : Wirtschaftsstandort im Aufwind

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neuansiedlungen und Investitionen bringen sowie sichern Arbeitsplätze und lassen Steuereinnahmen der Landeshauptstadt wachsen

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 16:20 Uhr

„Mittlerweile haben wir hier in den Göhrener Tannen mit mehr als 800 Arbeitsplätzen mehr als es durch eine BMW-Ansiedlung geworden wären“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe bei der Einweihung des neuen Werks von United Caps. Künftig werden fünf Milliarden Verschlusskappen jährlich hier vom Band laufen. Produziert wird rund um die Uhr, an 365 Tage im Jahr. In der jetzigen ersten Ausbaustufe sind 60 Arbeitsplätze entstanden. Geplant sei, die Produktion in Schwerin zu verdoppeln und die Belegschaft auf 130 Mitarbeiter aufzustocken, kündigte Geschäftsführer Harry Briese an. 26 Millionen Euro wurden bereits investiert.

Nach dem Luftfahrt-Zulieferer FlammAerotec, dem Automobilzulieferer PTS Precision, dem Nestlé-Kaffeekapsel-Werk, der Biogasanlage der SAS und United Caps folgen noch weitere Industriebetriebe: Im Januar will die Firma FVH Folienveredlung, die von Hamburg den Weg nach Schwerin gefunden hat, die Produktion aufnehmen. Zukünftig werden in der Ludwig-Bölkow-Straße gleich neben Nestlé etwa 40 Leute arbeiten, sagt Geschäftsführer Michael Hofmann. 18 Millionen Euro wurden in den neuen Standort investiert. Ebenfalls aus Hamburg kommt die Firma APL Logistics, die für den Folienveredler nicht nur die Rohstoffe sammelt, sondern auch lagert, sortiert und das neue Granulat an die Kunden liefert. 700 Tonnen warten bereits in der Bölkowstraße auf die Veredlung, 2500 Tonnen liegen geordnet in der Werkstraße. Sechs Mitarbeiter haben hier angefangen, später sollen es 15 werden. Außerdem siedelt sich im Industriepark die ZIM Flugsitz GmbH aus Markdorf in Baden-Württemberg an. Ab 2017 sollen in Schwerin jährlich 20 000 Flugzeugsitze produziert werden. Die Vorarbeiten für die 7500 Quadratmeter große Produktionshalle, in der künftig mehr als 50 Mitarbeiter tätig sein werden, laufen. Mit der Fertigstellung der Friedrich-Paschen-Straße im Industriepark stehen weitere 130 Hektar für Gewerbeansiedlungen zur Verfügung.

Investiert wurde aber auch an anderen Standorten in der Stadt. Im Gewerbegebiet Görries baut ein Apparatebauer eine neue Halle, ein Großhändler will investieren. In Süd werden sich zwei Bootsservicefirmen und ein Trockenbauer ansiedeln. Auch das TGZ wächst. Derzeit sind dort in 50 Unternehmen insgesamt rund 600 Mitarbeiter beschäftigt und für die Erweiterungsfläche gibt es schon erste Anfragen.

Von den vielen Investitionen profitieren die Schweriner Baufirmen und die Stadt. Sie rechnet mit mehr als 25 Millionen Euro Gewerbesteuern.

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