Großer Preis des Mittelstandes : Wirtschafts-Oskar geht nach Schwerin

Gewinner des wichtigsten Wirtschaftspreises: Betriebsleiter Carsten Malschofsky  (r.) und Konzern-Geschäftsführer Hans-Joachim Wiedmann jubeln. svz
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Gewinner des wichtigsten Wirtschaftspreises: Betriebsleiter Carsten Malschofsky (r.) und Konzern-Geschäftsführer Hans-Joachim Wiedmann jubeln. svz

Das Schweriner Werk der Schoeller Arca Systems GmbH, ein Produzent wiederverwendbarer Kunststoffverpackungen, ist in Dresden mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" ausgezeichnet worden.

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27. September 2012, 06:57 Uhr

Sacktannen/Dresden | Das Schweriner Werk der Schoeller Arca Systems GmbH, das sich durch die Produktion wiederverwendbarer Kunststoffverpackungen international einen Namen gemacht hat, ist in Dresden mit dem "Großen Preis des Mittelstandes" ausgezeichnet worden. Die von der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgelobte Auszeichnung gilt als Deutschlands wichtigster Wirtschaftspreis. Er wird vergeben an Unternehmen, die sich in ihrer Region überdurchschnittlich entwickeln und sich zudem gemeinnützig engagieren. Insgesamt waren 3589 Unternehmen für den Wettbewerb nominiert. Das Schweriner Unternehmen war bereits im vergangenen Jahr bis in die Finalrunde gekommen, in diesem Jahr konnten Betriebsleiter Carsten Malschofsky und Konzern-Geschäftsführer Hans-Joachim Wiedmann nun die an den Film-Oscar angelehnte Auszeichnung selbst in die Hand nehmen.

"Ich bin stolz auf unsere gesamte Mannschaft, dass wir dieses große Ziel erreicht haben. Wir haben in den vergangenen Jahren viele Veränderungen in den Produktionsabläufen durchlebt und die Herausforderungen gemeistert. Die Belegschaft hat sich diesen Oskar redlich verdient", sagte Malschofsky.

Die Schoeller Arca Systems GmbH mit Sitz in Schwerin ist die deutsche Tochtergesellschaft des weltweit größten Herstellers von wiederverwendbaren Kunststoffverpackungslösungen für das Material-Handling. Das Unternehmen fertigt für den weltweiten Markt umweltfreundliche Kunststoffverpackungssysteme. Diese senken bei den Kunden die Logistikkosten deutlich und verbessern ihre Markenbildung. Das weltweit einzigartige Getränkefass "KeyKeg" - ein Einweg-Ausschank-System - ist ein Alleinstellungsmerkmal des Schweriner Unternehmens. Von der Produktion über den Transport bis zum Ausschank ist es umweltfreundlicher und kostengünstiger als herkömmliche Fässer.

Doch der "Große Preis des Mittelstandes" wird nicht nur für innovative Produkte und Produktionsweisen verliehen. In die Bewertung fließen auch solche Kriterien wie die soziale Einstellung des Unternehmens, die Finanzierung von Qualifizierungsmaßnahmen, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen und vieles mehr ein, erläutert Malschofsky. "Die dauerhafte Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ist ein besonderes Anliegen des Unternehmens. Hierbei arbeiten wir mit Behindertenwerkstätten zusammen. Außerdem bieten wir gesondert vorgehaltene Ausbildungsplätze für sozial benachteiligte und vermeintlich bildungsferne Jugendliche an. Darüber hinaus werden regelmäßig internationale Schüler- und Auszubildendenaustausche mit dem Baltikum, Frankreich, den Niederlanden und Tschechien realisiert", berichtet der Betriebsleiter. Soziales Engagement in der Region werde nicht als Eintagsfliege gesehen, sondern als gesellschaftliche Verpflichtung. So geht beispielsweise die Unterstützung eines Schweriner Kinderheimes weit über regelmäßige Spenden hinaus, zum Beispiel wird eine Lehrstelle für Heimkinder reserviert. "Wir sind anders als andere Unternehmen und wir sind gut. Deshalb setzen wir diesen Weg konsequent fort", sagt Carsten Malschofsky. Der Oskar sei nicht das Ziel der Arbeit, sondern nur Ausdruck eines stimmigen Gesamtkonzepts.

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