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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. November 2017 | 19:45 Uhr

Schüler gewinnen : Wirtschaft lernen mit der Kultur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Lübstorfer Kunstagentur Lavin gewinnt den Schulpreis der Schweriner Industrie- und Handelskammer

svz.de von
erstellt am 31.Okt.2014 | 23:17 Uhr

Wirtschaft kann auch für Schüler ein spannendes Thema sein. Und wenn dann noch Kunst und Kultur hinzukommen, wird etwas Besonderes draus. „Ich glaube, wir haben wegen dieser Mischung gewonnen“, sagt Alexander Laufing. Der Achtklässler von der Lübstorfer Schüler ist einer von vier Mitstreitern in der Kunstagentur Lavin. Diese Schülerfirma wurde von der IHK zu Schwerin gerade mit dem Schulpreis ausgezeichnet (SVZ informierte).

Mit dem ersten Platz hatten die Lübstorfer nicht gerechnet. Doch die Beteiligten wussten schon im Vorfeld, dass sie nicht leer ausgehen würden: Die drei Erstplatzierten aus Lübstorf, Neustadt-Glewe und Wismar wurden aufgefordert, für die Preisverleihung in Schwerin ihre Projekte vorzustellen. Die Rangfolge blieb aber geheim. „Deshalb waren wir total angespannt und um so mehr überrascht, als es der erste Platz wurde“, erzählt Alexander.

Madlen Klösges, Alexander Laufing, Luis Azor und Marie Kopischke sind bereits die zweite Generation der Kunstmanager. Die Gründer von Lavin haben inzwischen die Schule verlassen. Denn schon seit Oktober 2010 gibt es dieser Schülerfirma. „Die Idee dazu entstand in einer Arbeitsgemeinschaft“, blickt Kunstlehrerin Andrea Pentzien, die heutige Schulleiterin, zurück. Schon damals waren sich die Akteure einig, dass es schade ist, wenn die von Schülern geschaffenen Kunstwerke in der Versenkung verschwinden. Doch wo und wie sollten diese präsentiert werden? Die Schüler nahmen das selbst in die Hand, stellen seitdem Ausstellungen zusammen, dekorieren das Schaufenster der Lübstorfer Apotheke, sind auf Märkten und Kulturveranstaltungen mit Ständen präsent: Werke aller Art werden präsentiert und vermarktet.

Ein ganz wichtiger Partner dabei war und ist das Altenheim in Seehof, auf dessen Fluren nun schon das dritte Jahr in Folge eine Sommerausstellung gezeigt wurde. Hier wird auch der soziale Aspekt beim Projekt deutlich: Die Generationen kommen zusammen. Dass die Lübstorfer Schüler es damit ernst meinen, zeigen sie auch in der Unterstützung des Schweriner Hospizes. Das erhielt aus Erlösen der Kunstagentur schon mehrfach Unterstützung. Auch ein Teil des Preisgeldes von 1500 Euro reichen die Schüler an das Hospiz weiter. Das meiste Preisgeld wird aber für künftige Projekte und den Auftritt beim norddeutschen Finale im IHK-Schulwettbewerb benötigt. Denn dafür haben sich die Lübstorfer mit ihrem Sieg in Westmecklenburg qualifiziert. Was dabei im Frühjahr 2015 rauskommt, das mag Alexander Laufing nicht vorhersagen. „Wir sind stolz, das überhaupt erreicht zu haben und wollen da von anderen Schülerfirmen lernen“, sagt der „Kaufmann“ aus der Jugendfirma, er später mal Systemelektroniker werden will.

Genau das passt zu diesem Wettbewerb. „Junge Menschen brauchen ökonomische Bildung. Uns geht es um einen Wettbewerb der Ideen zur Förderung des Übergangs von Schülern in die Arbeits- und Berufswelt“, betont IHK-Präsident Hans Thon.

Die Mitstreiter in den Schülerfirmen profitieren zudem nicht nur von dem erlangten Wissen. Andrea Pentzien weiß von ehemaligen Schülern, dass die Teilnahmeurkunde am Projekt Schülerfirma sich in der Bewerbungsmappe immer gut macht.

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