Schwerin : Wirtschaft investiert wie noch nie zuvor

Das Werk Prysmian Kabel & Systeme produziert Mittelspannungskabel und will in die Glasfasertechnologie einsteigen.
Das Werk Prysmian Kabel & Systeme produziert Mittelspannungskabel und will in die Glasfasertechnologie einsteigen.

In diesem Jahr stehen in vielen Firmen Neubauten oder Erweiterungen an.

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10. März 2018, 05:00 Uhr

„Noch nie planten so viele Firmen in Schwerin zu investieren, wie in diesem Jahr.“ Das sagt Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum. Allerdings: Eine Großinvestition in den Göhrener Tannen ist nicht dabei.

Größtes Einzelvorhaben wäre eine Fertigungslinie für Kabel, in die gleich Glasfasertechnologie eingebaut ist, im Kabelwerk in Sacktannen. Eine Gesamtsumme von mehr als 15 Millionen Euro steht im Raum. Das Wirtschaftsministerium hat bereits angekündigt, dass es das Vorhaben fördern wird. (SVZ berichtete) Noch steht jedoch die endgültige Investitionsentscheidung der Konzernzentrale in Mailand aus.

Ansonsten gibt es viele kleinere Vorhaben in der Stadt. Für Dienstleistungsbauten in der Otto-Weltzin-Straße ist die Baugenehmigung erteilt. Bei einem Autohaus entsteht ein Prüfstützpunkt und ein Folienservice siedelt sich dort an. Im Gewerbegebiet Am Fährweg baut die Firma Geermat Polymer eine Lagerhalle für Kunststoffgranulat. Bei der Spedition Matthiesen in der Babenkoppel steht der Start für einen Erweiterungsbau an. Im selben Gewerbegebiet ist der Baubeginn für eine Erweiterung der Firma K & T Verkehrsleitung für das Frühjahr angekündigt. Im Juni wird das Gebäude des Unternehmens Leukhard Schaltanlagen im Technologiepark fertig sein. Dort soll die Erweiterungsinvestition der Human Med AG im zweiten Halbjahr übergeben werden.

Und auch der Handel investiert. Der Baumarkt Bauhaus plant ein so genanntes Drive In, wo Material abgeholt werden kann. Für einen Netto-Markt im Mueßer Holz läuft der Bauantrag. Baubeginn für einen Norma-Markt in Lankow ist im Frühjahr. Und am Köpmarkt läuft der Ausbau im ehemaligen Hotel für einen Tierfuttermarkt.

Für den Industriepark in den Göhrener Tannen hatte Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum eine Großansiedlung pro Jahr als Ziel ausgegeben. Für 2018 laufen derzeit aber noch keine entsprechenden Gespräche.

Nestlé hat jedoch reservierte Optionsflächen zurückgegeben. Zehn Hektar davon will die Stadt jetzt nutzen. „Wir werden die Fläche so vorbereiten, dass ein Investor sofort loslegen könnte“, kündigt Nottebaum an. Das bedeutet, dass dort lebende Amphibien eingesammelt und auf der anderen Straßenseite in einem geschützten Biotop wieder ausgesetzt werden. Außerdem soll der ehemalige Truppenübungsplatz der Russen nach Munition abgesucht werden.

Offen ist dagegen immer noch der Autobahnzubringer von der A 14 ins Industriegebiet. „Wir wollen die Straße unbedingt“, so Nottebaum. Er lässt per Umfrage unter den ansässigen Unternehmen den Bedarf dafür ermitteln. Nestlé hat allerdings bereits abgewunken.

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