Schwerin : Wirtschaft in kleinen Schritten

Göhrener Tannen: Auch das Biogaswerk des Abfallwirtschaftsbetriebes SAS wird erweitert.
Göhrener Tannen: Auch das Biogaswerk des Abfallwirtschaftsbetriebes SAS wird erweitert.

Große Betriebsansiedlungen sind in Schwerin eher selten, aber kleine Firmen investieren oder kommen neu in die Landeshauptstadt

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20. November 2015, 19:42 Uhr

Volker Künze hört es nicht so gern, wenn Schwerin vor allem als Verwaltungsstandort genannt wird. „Wir sind auch Wirtschaftsstandort, auch wenn es die ganz großen Arbeitgeber in der Landeshauptstadt nicht gibt“, sagt der Wirtschaftsförderer. „Wir sind vor allem für mittelständische Firmen mit bis zu 200 Beschäftigten ein innovativer, attraktiver Standort.“ Diese „Einheimischen“ zu pflegen und zu unterstützen ist für Künze fast noch wichtiger, als neue Betriebe nach Schwerin zu holen.

Aber auch dieses Feld wird nicht vernachlässigt. „Wir sind jedes Jahr auf fünf großen Fachmessen präsent“, so Künze. „Dabei kam auch der Kontakt zum Flugsitzbauer zustande, der nächstes Jahr im Industriepark in den Göhrener Tannen ein Werk errichtet.“ Dort wird auch das Biogaswerk des Abfallwirtschaftsbetriebes SAS erweitert. „Wir müssen einen weiteren Gärrestebehälter bauen“, sagt Geschäftsführer Matthias Dankert.

Während im Industriepark noch viel Platz ist, dort aber nur größere Flächen angeboten werden, wird es im Gewerbegebiet Görries langsam eng. Ein Apparatebauer wird 2016 eine neue Halle bauen, ein Großhändler will investieren. Von mehreren kleineren Firmen gibt es Anfragen, so der Wirtschaftsförderer. „Wir brauchen deshalb die Erweiterung des Gewerbegebietes an der Zeppelinstraße.

Auch in Süd tut sich was. Im Gewerbegebiet Am Fährweg werden sich zwei Bootsservicefirmen und ein Trockenbauer ansiedeln. Die Dreescher Werkstätten bauen einen Kindergarten und erweitern die Verwaltung. Es gibt aktuell Verhandlungen mit zwei Logistikern und einem verarbeitenden Betrieb, die maximal einen Hektar Fläche beanspruchen.

Auch anderswo tut sich was. Die Segelmacherei in der Bornhövedstraße wird erweitert. In den ehemaligen Edeka-Markt in der Wismarschen Straße zieht ein Fitness-Center ein. In den alten Aldi am Ellerried zieht Gastronomie ein. Und für die gerade erst übergebene Erweiterungsfläche des Technologie- und Gewerbezentrum gibt es auch schon die erste Anfrage. Die Wirtschaftsentwicklung geschieht in Schwerin eher leise. Kleine Firmen erweitern ihre Produktionsflächen. Der ganz große Wurf, die großen Ansiedlungen sind eher selten. „ Das braucht viel Zeit und verlangt Durchhaltevermögen“, sagt Wirtschaftsdezernent Bernd Nottebaum.

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