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Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 02:47 Uhr

Bahlenhüschen : Wirrwarr um den Tod eines Fischadlers

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hamburger fand Kadaver an der Stör – Fänge waren abgeschnitten worden, um an Ringe zu kommen

von
erstellt am 26.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Der Fund war alles andere als schön: Ein Hamburger entdeckte bei einem Ausflug in der Lewitz am Störkanal bei Bahlenhüschen einen toten Fischadler. Der Kadaver war nicht nur arg ramponiert, ihm fehlten die Fänge. Woran der dreijährige Greifvogel starb, ist noch unklar. Christof Herrmann vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie geht aber davon aus, dass kein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz vorliegt. Denn inzwischen ist geklärt, wieso dem Vogel die Beine abgeschnitten worden waren: Schon vor dem Hamburger hatte ein Naturfreund aus der Region das tote Tier entdeckt. Der schnitt die Fänge ab, um an die Ringe zu gelangen und sie an die Vogelwarte in Greifswald zu schicken. Dort sind sie noch nicht eingetroffen. Aber „der Mann hatte den Fund vorige Woche gemeldet“, so Herrmann.

So ist klar: Das Tier ist 2013 in einem Horst bei Spornitz geboren und beringt worden. 2015 wurde es in Brandenburg gesichtet. Wie das junge Tier nun in der Waldlewitz zu Tode kam, soll eine Untersuchung im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung zeigen. „Mit den Spezialisten arbeiten wir bei der Forschung zu Greifvögeln eng zusammen“, erläutert Herrmann. Hier seien Fund und Bergung des Kadavers nicht ideal gelaufen. Wer einen toten Greifvogel entdeckt, sollte ihn liegen lassen, den Fund aber dokumentieren, beispielsweise per Handyfoto, und der Kreisverwaltung melden, rät der Fachmann. Denn die Landkreise sind sowohl untere Naturschutz- als auch Jagdbehörde.

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