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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 10:46 Uhr

Vor Sanierung : Wird Hamburger Allee schmaler?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt will bei Sanierung der Straße im Mittelstück die Zahl der Fahrspuren von vier auf zwei reduzieren – Anwohner lehnen das aber ab

von
erstellt am 26.Okt.2014 | 09:00 Uhr

Die Hamburger Allee muss saniert werden. Das erste Teilstück vom Grünen Tal bis zur Plater Straße ist fast fertig, dort müssen nur noch die zwei Fahrstreifen stadteinwärts asphaltiert werden. Dafür wartet die Baufirma auf trockenes Wetter. Doch um die Sanierung des folgenden Bauabschnitts in Richtung Mueßer Holz gibt es Streit.

Baudezernent Bernd Nottebaum und Reinhard Huß vom Amt für Stadtentwicklung hatten die Sitzung des Ortsbeirates Mueßer Holz genutzt, um die Pläne vorzustellen. Da sich der Verkehr auf der Allee nach dem Abriss vieler Plattenbauten erheblich reduziert hat – früher wurden 1400 bis 2200 Autos pro Stunde gezählt, jetzt sind es 720 bis 970 – schlägt die Stadt für den Bereich Plater Straße-Lomonossowstraße eine Reduzierung der Zahl der Fahrspuren von jetzt vier auf künftig zwei vor.

Das lehnt der Ortsbeirat jedoch ab. „Wir haben uns in der Vergangenheit dagegen ausgesprochen und bleiben dabei“, sagte Georg-Christian Riedel. Schon jetzt sei die Parkplatzsituation im Bereich des Ärztehauses gespannt. Wenn die Parkspur auf der Allee noch wegfalle, spitzte sie sich weiter zu, denn die Volkshochschule im alten Schliemanngymnasium wachse stetig. Auch Wolfgang Maschke sprach sich gegen den Wegfall von Parkplätzen aus und brachte noch eine weitere Überlegung ins Spiel: „Was ist, wenn die Crivitzer Chaussee saniert oder mal gesperrt wird? Wenn die Hamburger Allee schmaler werde, kann sie den Umleitungsverkehr nie und nimmer aufnehmen“, prognostizierte er. Ortsbeiratsvorsitzende Gret-Doris Klemkow stellte die Frage nach den Kosten. Huß informierte, dass durch den Rückbau nichts gespart werde, aber langfristig bei der Straßenunterhaltung. Das überzeugte nicht, der Ortsbeirat blieb bei seiner Ablehnung.

Keinen Widerspruch gab es zu den Plänen für die Sanierung des hinteren Abschnitts der Allee von der Lomonossowstraße an. Auf dem bereits zweispurig verengten Teil muss wegen der geringeren Verkehrsbelastung nur die Deckschicht erneuert werden. Die Stadt schlägt im Zuge der Sanierung eine Verlegung der Radwege auf die relativ breiten Fahrbahnen mit je 1,5 Meter breiten Schutzstreifen vor. Der Beirat stimmte zu.

 

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