Schwerin : Wir wollen Deutsch lernen!

In Schwerin lernen sie die deutsche Sprache, danach wollen sie sich in ihren Berufen weiter qualifizieren: Ärzte, Zahnärzte und Techniker aus Indien und dem Iran. Die Ausbildung findet im Gebäude der Designschule in der Bergstraße statt.
In Schwerin lernen sie die deutsche Sprache, danach wollen sie sich in ihren Berufen weiter qualifizieren: Ärzte, Zahnärzte und Techniker aus Indien und dem Iran. Die Ausbildung findet im Gebäude der Designschule in der Bergstraße statt.

Mediziner und Techniker aus Indien und dem Iran suchen Kontakt zu Einheimischen, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

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06. März 2018, 08:00 Uhr

„Schmökern“ – dieses Wort hat Sumit schon gelernt, auch „fernseh gucken“ kennt er bereits. Und der 28-jährige Inder würde gerne noch mehr deutsche Begriffe lernen, die nicht unbedingt in einem Wörterbuch stehen. Deshalb sucht er Kontakt zu Schweriner Familien, die ihm die deutsche Alltagswelt näher bringen wollen. „Ich möchte meine Sprachkenntnisse verbessern, um mich mit meinen Patienten gut unterhalten zu können“, sagt Sumit.

Ja, Sumit ist Arzt. Er gehört zu den 23 Indern und zwei Iranern, die in einem einjährigen Kurs in Schwerin deutsche Vokabeln büffeln, um sich dann in der Bundesrepublik in ihren Berufen zu qualifizieren. „Es handelt sich um Ärzte, Zahnärzte und Techniker“, sagt Michael Gericke vom IAS College, das diesen Kurs schon zum wiederholten Mal in der Landeshauptstadt organisiert.

Und Sumit, der Internist werden möchte, ist auch nicht der Einzige, der deutsche Freunde sucht. „Praktisch wünschen sich alle Kursteilnehmer einen solchen Kontakt“, erklärt Gericke. Auch der 33-jährige Mudasir würde gerne sein Deutsch im direkten Gespräch mit Einheimischen verbessern. „Ich habe in Kasachstan studiert und die Sprache bei meiner Vermieterin gelernt“, erzählt der Arzt.

In Indien sei die Konkurrenz um die Plätze für Studium und Qualifizierung groß, in Deutschland hätten Ärzte aus dem Ausland dagegen sehr gute Möglichkeiten, sagt der 28 Jahre alte Jignesh, der sich in der Bundesrepublik zum Chirurgen ausbilden lassen will. Auch die 26-jährige Pranjali könnte sich eine Zukunft in Deutschland gut vorstellen. Schwerin gefalle ihr sehr, verrät sie. „Eine kleine und schöne Stadt.“ Farhad ist mit seiner Frau und zwei Kindern aus dem Iran nach Mecklenburg gekommen. „Wir würden gerne die deutsche Kultur noch bessern kennen lernen“, sagt der 41-Jährige.

Wer sich mit den Sprachstudenten aus Indien und dem Iran treffen, ihnen hin und wieder bei der Orientierung im fremden Land behilflich sein möchte, kann sich unter Telefon 0385-52131180 oder per E-Mail an Tillmann Schulz wenden.

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