zur Navigation springen

Schnee Macht Probleme : Winter ärgert Autofahrer: Staus im Berufsverkehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen nach mehreren Unfällen und einem liegengebliebenen Wagen

Nur ein paar Blechschäden, aber jede Menge Zeitverlust, Stau und Nerverei auf dem Weg zur Arbeit: Das ist die Bilanz des ersten echten Schneetages in diesem Winter. Obwohl sich die Autofahrer gestern vorbildlich verhalten hätten, wie Polizei und Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen (SDS) betonen, kam es im Berufsverkehr zu mehreren Zusammenstößen und einem technischen Defekt mit ungeahnten Folgen.

Gegen 7.25 Uhr übersah ein Autofahrer, der aus einer Parklücke in der Wismarschen Straße zwischen Seidel- und Brinckmanstraße ausscheren wollte, den hinter ihm kommenden Wagen. Die beiden Autos stießen zusammen – mitten auf der Straßenbahntrasse. Der Nahverkehr wurde um 7.34 Uhr informiert, so der Technische Leiter Lothar Matzkeit, dass sich auf der Linie 1 nichts mehr bewegt. Schienenersatzverkehr zwischen Klingbergplatz und Klinikum wurde organisiert, bis 8.50 Uhr mussten die Busse pendeln und die Autofahrer im Stau stehen, denn die Unfallwagen kamen nicht so zügig vom Fleck wie gewünscht. Ein Auto ließ sich nicht von der Straße schieben, bis der Abschleppwagen durch den dichten Winterverkehr kam, dauerte es einige Zeit. „Die Maßnahme war erst um 9 Uhr beendet“, bilanziert Polizeisprecher Steffen Salow.

Zur gleichen Zeit staute es sich auf dem Obotritenring. Dort hatte ebenfalls gegen 7.25 Uhr ein Bus beim Abbiegen in die Wittenburger Straße den Spiegel eines Kleintransporters touchiert. „Die Fahrer einigten sich, bevor wir am Unfallort ankamen“, so Salow. Dennoch: Eine gute halbe Stunde gab es es erhebliche Rückstaus auf dem Obotritenring.

Noch weiter zurück reichten die Folgen eines technischen Defekts auf der B 321. Kurz vor dem Ortseingang Mueß war ein Auto liegengeblieben. Das Umfahren des defekten Fahrzeugs gestaltete sich in der morgendlichen Rush-Hour bei Schneetreiben aber so schwierig, dass sich der Verkehr fast bis nach Pinnow zurückstaute. Die Polizei wurde nicht gerufen, schließlich hatte sich kein Unfall ereignet, so Salow.

Lediglich 300 Euro Schaden und keine größeren Staus verursachte ein Abrutschen in die Leitplanken: Das war einem Autofahrer gegen 9.30 Uhr auf der Umgehungsstraße zwischen Neumühle und Görries passiert.

Die SDS waren seit 4 Uhr mit neun eigenen und fünf Dienstleister-Fahrzeugen unterwegs. Auf den extrem kalten und noch fast unbefahrenen Straßen habe das Salz am Montag um diese Uhrzeit nicht gut gewirkt, deshalb habe man die so genannten A-Straßen, die Hauptverkehrsadern, um 7 Uhr ein zweites Mal gestreut. Das Lager mit 150 Tonnen Streugut und 15 000 Litern Lauge sei bis zum Mittag zu gut einem Drittel aufgebraucht gewesen, so Werkleiterin Ilka Wilczek. Um diese Uhrzeit waren auch die C-Straßen alle einmal geräumt. Die nächsten 50 Tonnen Streugut seien bestellt, die Mitarbeiter alle in Hab-Acht-Stellung für die nächsten Tage – falls Blitzeis kommt.

zur Startseite

von
erstellt am 27.Jan.2014 | 23:52 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen