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Grußkarten vom Prinzenpaar : William und Kate lassen grüßen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sechstklässler aus Rastow wünschten Kate und William alles Gute zum Nachwuchs – und erhielten nun Antwort aus London

von
erstellt am 20.Mai.2015 | 11:45 Uhr

Die Schüler der 6b der Rastower Schule waren gestern aus dem Häuschen: Sie hatten Post aus London, aus dem Buckingham Palast: Grußkarten vom englischen Prinzenpaar Kate und William und ein Schreiben einer Mitarbeiterin des Enkels der englischen Königin steckten in dem großen Umschlag. „Damit hatten wir nie gerechnet“, sind sich die Sechstklässler einig.

Dabei hatten die 12- und 13-Jährigen zuerst geschrieben. Kurz bevor Charlotte, das zweite Kind des englischen Prinzenpaares, geboren wurde, hatten die Schüler einen gemeinsamen Brief verfasst und den Eltern alles Gute gewünscht. Das war eine Idee ihres Englischlehrers William Brown. Denn das Verfassen von Briefen steht in der sechsten Klasse auf dem Lehrplan. „Ich wollte nicht, dass das Ergebnis im Papierkorb landet“, erzählt Brown. Und die königliche Familie als Adressat war von ihm bewusst gewählt worden. Denn der 66-jährige Schotte wusste genau, dass mit einer Antwort zu rechnen ist. „Die Royals sind Profis. Im Buckingham Palast gibt es einen ganzen Apparat, der die aus aller Welt eintreffende Post beantwortet.“ Dabei leben Kate und William gar nicht im Buckingham Palast, sondern im Kensington Palast. Doch alle Fanpost läuft über den Buckingham Palast. „Dort lebt die Königin. Als Staatsoberhaupt muss Elisabeth II. kein Porto zahlen“, erläutert der Lehrer. „Und auch keine Steuern.“ Ganz nebenbei hat der Schotte seinen deutschen Schülern so ein Stück Alltagsleben aus Großbritannien näher gebracht. Brown will die Kinder aber nicht für die Monarchie begeistern, sondern für die englische Sprache, für Land und Leute. Und da gehört die königliche Familie dazu.

Eine Grußkarte mit der Aufnahme von der Hochzeit von Kate und William sowie eine Kopie des Briefes nahmen die Sechstklässler gestern mit nach Hause – als Andenken. Diese Dinge werden zudem auch an William Brown erinnern. Denn gestern war sein letzter Arbeitstag in Rastow. Der 66-Jährige war im Dezember für eine kranke Kollegin eingesprungen. Nächste Station für den Vertretungslehrer ist nun Goldberg. „Seit 20 Jahren lebe und arbeitete ich in Mecklenburg“, erzählt Brown. Doch zum Ende des Schuljahres läuft sein Vertrag aus. Brown möchte gern weitermachen und seine Muttersprache noch mehr deutschen Schülern nahe bringen. Bei den Rastower Sechstklässlern ist ihm das auch mit royaler Hilfe gelungen.

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