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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 13:20 Uhr

Neue ausstellung : Wiligrad gibt der Gegenwart Raum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kunstverein zeigt im Schloss Gemälde und Zeichnungen von Volker Stelzmann / Künstler kommt am Sonntag zur Eröffnung

svz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Der Termin ist ungewohnt: Nicht wie üblich an einem Sonnabend, sondern erst am Sonntag, 27. April, lädt der Kunstverein Wiligrad zur Ausstellungseröffnung in die Galerie des Schlosses ein. „Volker Stelzmann kommt erst am Sonnabend aus dem Ausland zurück. Und wir wollten ihn schon gern dabei haben“, erzählt Klaus J. Albert, Bildhauer und Vorsitzender des Kunstvereins. Schließlich ist die neue Schau eine Personalausstellung mit Werken von Volker Stelzmann. Vor allem großformatige Gemälde, aber auch einige Zeichnungen des Malers, der in der Tradition der Leipziger Schule arbeitet, werden bis zum 15. Juni im Schloss am Schweriner Außensee gezeigt. Der Kunstverein hatte bereits in den vergangenen Jahren die großen Meister der „alten“ Leipziger Schule mit Personalausstellungen gewürdigt. Und die Expositionen mit Werken von Werner Tübke, Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig wurden zu Publikumsrennern. „Nun kommt mit Volker Stelzmann ein Vertreter der jüngeren Generation zu uns“, berichtet Albert. „Das ist schon etwas ganz Besonderes.“ Klaus J. Albert freut sich noch aus einem weiteren Grund auf die neue Ausstellung: Diese ist die erste in Wiligrad, die in Zusammenarbeit mit dem Schweriner Kunst- und Museumsverein zustande gekommen ist. Vorstandsmitglied Dr. Hela Baudis hat als Kuratorin diese Exposition erst auf den Weg gebracht und dann zusammengestellt. Die Kunstwissenschaftlerin wird auch am morgigen Sonntag nach der Eröffnung um 17 Uhr in die Ausstellung einführen.

Mit der Personalausstellung zu Volker Stelzmann setzt der Kunstverein Wiligrad zugleich die Reihe seiner anspruchsvollen Präsentationen mit Werken herausragender deutscher Maler der Gegenwart fort. Denn Stelzmann gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern und genießt weltweit hohe Wertschätzung. Der Maler wurde 1940 in Dresden geboren, studierte nach einer Feinmechanikerlehre in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst. Von 1982 an lehrte er als Professor an dieser Hochschule. Schon zu DDR-Zeiten fanden seine Werke auch international große Beachtung: 1982 und 1984 waren sie auf der Biennale in Venedig vertreten. 1986 ging Volker Stelzmann in den Westen – seiner großen Liebe wegen. Denn bei einem vorherigen Aufenthalt in West-Berlin hatte der Künstler seine Frau Henriette kennen gelernt. Das Ehepaar lebt heute in Berlin.

Auch im Westen gehörte Stelzmann nicht zu den „Anpassern“ an aktuelle Avantgarden, sondern bewahrte seine künstlerischen Positionen. Er orientiert sich an der sachlich-realistischen Malerei von Otto Dix, Christian Schad und George Grosz. Seine großformatigen Gemälde zeigen bravourös gemalte Szenerien, lobt Hela Baudis. Figuren werden oft lebensgroß und gebärdenreich dargestellt. Volker Stelzmann stellt so auf subtile Weise und oft mit Ironie menschliche Verhaltensweisen dar.

Die Ausstellung „Volker Stelzmann – Gemälde und Zeichnungen“ ist vom 27. April bis 15. Juni auf Schloss Wiligrad zu sehen. Öffnungszeiten beim Kunstverein sind dienstags bis sonnabends jeweils von 10 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr.


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