Holzfest in der Lewitz : Wilde Zeiten in Friedrichsmoor

Zog mit einer alte Tradition viele staunende Blicke auf sich: Schmied Henry Franck.
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Zog mit einer alte Tradition viele staunende Blicke auf sich: Schmied Henry Franck.

Holzfest präsentierte neue Erfindungen und altes Handwerk – Hunderte Besucher erkundeten den Wald und seine Produkte

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04. September 2017, 23:56 Uhr

Kettensägenlärm ist zu hören, dicht an dicht stehen die Besucher und verfolgen, wie aus dem hellen Holzklotz langsam die Umrisse einer Eule zum Vorschein kommen. Holzspäne und -staub schwirren Joachim Schulz um den Kopf. Er ist aber nicht der einzige Holzkünstler an diesem Tag. Zwei weitere haben ihre Stände im Park vor dem Jagdschloss aufgebaut und zeigen, was sie können. „Es ist wirklich erstaunlich, was sich mit einer Kettensäge zaubern lässt. Immer wieder sind wir fasziniert“, sagt Christa Krause. Die Hagenowerin ist zum ersten Mal beim Holzfest und Waldtag in Friedrichsmoor. „Hier gibt es alles, was das Jägerherz höher schlagen lässt. Aber auch Menschen wie wir, die mit Jagd und Forst nichts am Hut haben, werden fündig“, versichert sie.

Mehr als 100 Händler hatten gestern rund um das Jagdschloss ihre Stände aufgebaut und neben Handwerkskunst viel Florales, Leinenwäsche und Deko-Artikel ausgestellt. Auch so mancher Hundefreund hatte viel zu schauen. „Das ist mal etwas Originelles, das nehmen wir mit“, sagt Birgit Schwarzer zu ihrem Mann Werner. Beide bestaunen die Arbeit von Seilerin Sarina Krätzig und entscheiden sich für ein Seil in lila und orange. „Ein uraltes Handwerk, das heute noch funktioniert“, sagt Werner Schwarz und hält nach einigen Kurbeldrehungen die selbstgemachte Hundeleine in der Hand.

Nur wenige Meter entfernt stehen die vierbeinigen Freude selbst im Fokus: verschiedene Jagdhundrassen werden von ihren Besitzern präsentiert. „Alles schöne Tiere. Der Weg von Neustadt-Glewe hierher hat sich durchaus gelohnt“, sagt Fritz Schmiedeke. Selbst geht er nicht mehr zur Jagd. „Ab und zu noch mal mit. Die Knochen sind müde.“ Das Holzfest hat er sich groß in den Kalender geschrieben. „Besonders empfehlenswert sind die Stände mit den Tierfellen wie auch das Waldmobil“, sagt er und meint, dass die meisten Bürger den Wald und seine Bewohner nur noch aus dem Buch kennen. „Der Tag hat einen Bildungscharakter. Super“, betont Schmiedeke und schiebt hinterher: „Was für den Gaumen gibt es auch.“

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