zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 09:19 Uhr

Demen : Wieder einkaufen im Dorf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Freiwillige Helfer der Gemeinde packen bei dem Bauprojekt mit an: Im Frühjahr soll die Eröffnung sein

von
erstellt am 25.Feb.2016 | 04:30 Uhr

Zugegeben: Noch braucht es etwas Fantasie, um sich vorzustellen, dass in dem alten Häuschen bald Lebensmittel oder Kaffee und Kuchen angeboten werden. Und doch will die Gemeinde Demen schon bald – die Rede ist vom Frühjahr – hier einen Dorfladen eröffnen. In der Verkaufsstelle werden Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse, aber auch Haushaltsmittel angeboten. Es wird Honig und Imkerprodukte geben.

Eingerichtet werden soll in dem Häuschen, das früher zur Schule gehörte, auch ein Café mit Imbiss. Und damit keiner stehen muss, wenn er Kuchen und Kaffee genießen möchte, werden vier, fünf Tische mit entsprechenden Sitzgelegenheiten eingerichtet – für rund 15 Gäste. Vorgesehen ist auch, eine kleine Terrasse mit ebenfalls vier, fünf Tischen vorzuhalten. In dem alten Schulhaus wird es zudem Platz für postalische Leistungen geben.

Bevor aber die ersten Kunden einkaufen können, liegt noch ein Stückchen Arbeit vor Hermann Griech, Heiner Fuhlendorf und den anderen Helfern. Griech begleitet das Projekt, hat gemeinsam mit einem Architekten die Planung entworfen. Die Baugenehmigung für die Nutzungsänderung liegt mittlerweile vor, erzählt Griech. Der 72-Jährige, vor drei Jahren mit seiner Frau aus Kassel nach Demen gezogen, wollte den Laden ursprünglich selbst betreiben. Aus gesundheitlichen Gründen ist dies nun nicht mehr möglich. Er hat aber für Ersatz gesorgt: Gunnar Harling und seine Frau Jennifer aus Brüel werden den Laden betreiben. Gierch, studierter Maschinenbauingenieur, der viele Jahre lang als Konstrukteur und Projektmanager in der Automobilbranche gearbeitet hat, kennt Gunnar Harling aus dem Imkerverein Sternberg. Harlings betreiben in Sternberg ein Café.

Wieder Einkaufsmöglichkeiten im Ort zu haben, das war ein großer Wunsch der Demener. Die Gemeinde und die „Freie Wählergruppe“ Demen hatten sich dafür eingesetzt. Und Hermann Griech startete eine Umfrage, der Großteil der Befragten hatte sich einen solchen Dorfladen ausgesprochen. Für die Renovierung stellt die Gemeinde 6000 Euro für Materialkosten bereit. Hilfe hatten schon im Vorfeld mehrere Demener zugesagt. „Jetzt legen wir los und freuen uns auf Unterstützung unserer Handwerker, die wir für dieses Projekt brauchen“, sagt Heiner Fuhlendorf. Der stellvertretende Bürgermeister hofft, dass sich die Helfer nun auch melden. Der Dorfladen sei nicht nur für die Einheimischen wichtig, betont Fuhlendorf. Auch für die mehr als 100 Flüchtlinge, die in einem Wohnblock im Ziolkowskiring leben. Fuhlendorf: „Auch wenn noch nicht alles komplett fertig sein sollte, wir bemühen uns, dass die Flüchtlinge so schnell wie möglich hier ihre Lebensmittel einkaufen können und nicht mehr weite Wege – etwa nach Crivitz – in Kauf nehmen müssen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen