Schwerin aktiv erleben : Wie Tarzan durch die Bäume

Auch die Paten der SVZ-Aktion „Herzenssache“ wagten sich im Schweriner Kletterwald auf die wackeligen Parcours-Elemente.
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Auch die Paten der SVZ-Aktion „Herzenssache“ wagten sich im Schweriner Kletterwald auf die wackeligen Parcours-Elemente.

Im Kletterwald können die Besucher von Wipfel zu Wipfel schwingen und ihre Grenzen testen

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24. Mai 2017, 12:00 Uhr

Vorsichtig betritt Jette das erste Holzfass. Es wackelt leicht unter ihren Füßen. Ein bisschen ehrfürchtig schaut sie hinunter. Unter ihr ist der Waldboden zu erkennen. „Los, trau Dich!“, ruft Linnea ihr zu. Die beiden Freundinnen sind im Schweriner Kletterwald unterwegs, hangeln sich von einer Aufgabe zur nächsten im siebten Parcours. Wackelige Holzstäbe und ein freier Fall warten noch auf sie.

„Dieser Parcours ist wirklich sehr sportlich ausgestattet“, erklärt Parkleiterin Susanne Kirstein und ergänzt mit einem Lachen: „Da schummeln relativ viele Besucher.“ Das kommt für Linnea und Jette nicht in Frage. Sie wagen sich auch durch den achten Parcours und sind am Ende sichtlich stolz auf sich. „Wahnsinn, dass wir das geschafft haben“, sagen die beiden Freundinnen, als sie wieder festen Waldboden unter den Füßen haben und in die Baumwipfel blicken.

Wie Linnea und Jette können die Besucher im Schweriner Kletterwald von April bis Oktober sich von Baum zu Baum schwingen, im Blätterdach balancieren oder mit der Seilbahn von Wipfel zu Wipfel sausen. „Acht Parcours mit je acht bis zehn Aufgaben haben wir auf unseren vier Hektar Wald aufgebaut“, erzählt Susanne Kirstein. Nach jedem Parcours kommen die Kletterfreudigen wieder auf dem Boden an. Neu sei in diesem Jahr eine Verbindungsaufgabe, die zwei Parcours miteinander verknüpfe, so die Parkleiterin. Besonders lohne sich zudem der Blick aus den Baumkronen in die Nashornanlage des Zoos, der nebenan liegt, sowie auf den Schweriner See.

„Hier ist wirklich Körperspannung nötig, Grenzen können getestet werden“, sagt Susanne Kirstein. Zwar sähen viele Kletterelemente von unten nur hoch aus, würden zusätzlich aber auch noch wackeln. „Die Parcours-Höhen fangen bei drei bis vier Metern an und reichen bis knapp 13 Meter.“ Nach einer Einweisung sind die Gäste auf sich alleine gestellt, Selbstsicherung lautet das Motto. „Für den Notfall hat aber jeder eine Trillerpfeife bei sich“, so Kirstein. „Außerdem müssen die kleinen Kletterer mindestens sieben Jahre und 1,25 Meter groß sein.“

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