Sport in Schwerin : Wie sportlich ist Schwerin?

Ferienlager im Sportpark Lankow: Für den Fußball-Nachwuchs gibt es in Schwerin eine Reihe von Angeboten. Aber reichen sie auch aus?
Ferienlager im Sportpark Lankow: Für den Fußball-Nachwuchs gibt es in Schwerin eine Reihe von Angeboten. Aber reichen sie auch aus?

Stadt will Planung für Hallen, Plätze und Angebote fortschreiben: 7500 Bürger werden nach ihren Aktivitäten und Wünschen gefragt

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14. April 2016, 05:00 Uhr

7500 Haushalten in Schwerin, per Zufallsstichprobe ausgewählt, wird in den nächsten Tagen ein Fragebogen ins Haus flattern. Es geht um die Sportmöglichkeiten in der Stadt. Bewegen Sie sich gern? Treiben Sie auch gern Sport? Wenn ja: Was schätzen Sie an dieser Art der Betätigung? Wo sehen Sie, speziell in der Stadt, noch Reserven? Falls nein: Was hindert Sie daran, sich mehr und öfter körperlich zu betätigen? Oder welche Wünsche und Vorstellungen in Sachen Sport und Bewegung haben Sie? Diese und weitere Fragen sollen die angeschriebenen Bürger beantworten – als Grundlage für die weitere Sportentwicklungsplanung.

„Die künftige Planung muss sich an den konkreten Bedürfnissen der Schwerinerinnen und Schweriner orientieren, deshalb ist es erforderlich, sie frühzeitig in den Planungsprozess einzubeziehen“, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Ich bitte daher alle, die einen Fragebogen erhalten, diesen so umfassend wie möglich auszufüllen und kostenfrei zurückzusenden.“ Die gesammelten Daten würden völlig anonym und streng vertraulich behandelt, versichert Gramkow.

Die Stadt erarbeitet den Plan für Hallen, Plätze und Angebote in Zusammenarbeit mit dem Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam. „Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, aber nicht mehr nur im Sportverein, sondern oftmals auch selbst organisiert beim Joggen oder Radfahren. Deshalb fragen wir ganz konkret nach unterschiedlichen Sportformen, Anbietern und Sporträumen“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Rode vom Potsdamer Institut.

Ziel der Sportentwicklungsplanung sei es darüber hinaus, möglichst alle sport- und bewegungsrelevanten Institutionen zu erreichen, betont Rode. Der Blick richte sich dabei insbesondere auf die Schweriner Sportvereine, Schulen und Kindertagesstätten sowie kommerzielle Sport- und Bewegungsanbieter. Sie alle würden Mitte des Monats parallel zur Bürgerbefragung im Rahmen einer Online-Befragung in den Planungsprozess einbezogen.

Im Herbst wollen Stadt und Wissenschaftler dann in Workshops mit Vertretern von Vereinen, Kitas und Schulen sowie anderen Interessierten über die Ergebnisse der Befragungen ins Gespräch kommen. „Ende des Jahres soll die neue Sportentwicklungsplanung stehen“, sagt OB Gramkow.


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