Zietlitz : Wie kamen die Hanfpflanzen aufs Feld?

Hanffund auf einem Sonnenblumenfeld bei Zietlitz
Hanffund auf einem Sonnenblumenfeld bei Zietlitz

Polizei hat keine Anhaltspunkte für eine Drogenstraftat in Zietlitz / Biogas-Betrieb um Aufklärung bemüht

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14. August 2015, 21:00 Uhr

Bei den Hanfpflanzen, die auf einem Sonnenblumenfeld bei Zietlitz entdeckt wurden (SVZ berichtete), könnte es sich um so genannten Industriehanf handeln. „Es gibt derzeit keinen Anhaltspunkt für eine Drogenstraftat“, sagte gestern der Sprecher des Polizeipräsidiums Rostock, Christian Bochow. Aufschluss sollen Proben geben, die entnommen wurden, um den THC-Gehalt der Pflanzen zu bestimmen, wie der Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft, Stefan Urbanek, auf SVZ-Anfrage erklärte. Möglicherweise sei verunreinigtes Saatgut die Ursache für den Hanffund. „Die Staatsanwaltschaft ist über den Vorgang informiert, obwohl es kein förmliches Verfahren gibt“, so Urbanek.

Die betreffende Fläche in Zietlitz gehört der Biogas Neues Ufer GmbH in Rampe. Gesellschafter ist die Diakonie. „Die Sonnenblumenfläche hat eine Größe von knapp zwei Hektar“, sagte Sven Melchert, Geschäftsführer der Biogasanlage. An einigen Stellen des Feldes seien mehr Hanfpflanzen zu finden, an anderen weniger. Es gäbe eine Stelle am Feldrand, die dichter mit Hanfpflanzen bewachsen sei, so Melchert.

Wie die Hanfpflanzen in das Feld gelangten? „Das wissen wir selbst nicht. Wir stehen vor einem Rätsel“, räumte Melchert ein. Das Unternehmen bemühe sich um Aufklärung. Fest stehe, dass die Fläche abgeerntet werde, die Pflanzen würden gehäckselt, so der Geschäftsführer. Dann müsse man schauen, ob das Grün als Biomasse in der Ramper Anlage verwertet werden könne.

Mit dem Biogas werden die Einrichtungen des Diakoniewerks „Neues Ufer“ in Rampe beheizt – und die Gebäude des Landeskriminalamtes.

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