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Einwohner sind dagegen : Widerstand gegen Anbau für Alt Metelner Krippe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anwohner wollen per Bürgerentscheid Nutzung des Schulgebäudes aus DDR-Zeiten erzwingen

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Dass für die Krippenkinder aus der Alt Metelner Kindereinrichtung neue, bessere Räume geschaffen werden, das wollen alle Einwohner im Dorf. Aber gegen das in der Gemeindevertretung favorisierte Projekt eines Anbaus für die Kleinsten am alten, aus den 1930er-Jahren stammenden Schulgebäude formiert sich Widerstand. Stattdessen sollten Räume in der neuen Schule, errichtet in den 1960er-Jahren, für die Krippe genutzt werden. Das meinen jedenfalls die beiden Alt-Bürgermeister Heidemarie Fischer und Dieter Franz sowie die beiden Gemeindevertreter Hans Rotermann und Jörg Berlin. Sie betonen zudem, dass der Anbau an dem denkmalgeschützten Ziegelbau das Dorfensemble hinter der Kirche stören würde und außerdem viel zu teuer sei.

Das Quartett kam im Sommer auf die Idee, mit einer Unterschriftensammlung gegen das Vorhaben der Gemeinde vorzugehen. „Wir haben 131 Unterschriften zusammen“, berichtet Heidemarie Fischer. Damit haben mehr als zehn Prozent aller wahlberechtigten Alt Metelner unterzeichnet. Die Anzahl reicht aus, um einen Bürgerentscheid in Gang zu setzen. Darauf

kommt es den Initiatoren letztlich an: Sie wollen , dass alle Alt Metelner darüber abstimmen, wie der weitere Ausbau der Kindereinrichtung im Dorfkern erfolgt.

Umbau und Sanierung der alten Schule für diesen Zweck laufen bereits (SVZ berichtete). Doch in diesem Gebäude ist eben nicht genügend Platz für alle Kinder – von Krippe über Kindergarten bis zum Hort. Im Frühjahr soll mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden – dem Anbau für die Krippe. Da die Gemeinde auch für dieses Teilprojekt auf Fördermittel hofft, steht die letzte Abstimmung in der Gemeindevertretung noch aus, erläutert Bürgermeister Hans-Jürgen Zobjack. Das Bürgerbegehren könnte es zu Fall bringen. Doch jetzt müssen die Unterschriftenlisten, die Zobjack am Mittwochabend entgegennahm, im Amt Lützow-Lübstorf geprüft werden. Für Januar will der Bürgermeister das Thema auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung setzen. Klar ist: Wenn formal alles sauber ist, müssen die Alt Metelner direkt befragt werden, erläutert Amtschefin Iris Brincker: „Das wäre das erste Bürgerbegehren in einer unserer Gemeinden.“

Die Idee, auch die neue Schule für die Kindereinrichtung zu nutzen, ist dabei nicht neu. Bürgermeister Zobjack hat sie lange Zeit selbst vertreten. Doch die Mehrheit in der Gemeindevertretung habe sich anders entschieden. Dementsprechend wurde geplant. Zobjack widerspricht aber auch den Aussagen, dass der Bau aus den 1960er-Jahren abgerissen werden soll. „Das war zwar mal im Gespräch, wurde aber nie beschlossen.“ Inzwischen gäbe es einen Interessenten für dieses Gebäude, das dann nicht mehr zur Verfügung steht. Konkreter wollte der Bürgermeister wegen der laufenden Verhandlungen nicht werden.

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