Jubiläumsfest : Wickendorfer rücken zusammen

Zur 825-Jahrfeier trafen sich  viele   Wickendorfer und Gäste auf dem Festplatz, wo mit Musik und Unterhaltung gefeiert wurde.
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Zur 825-Jahrfeier trafen sich viele Wickendorfer und Gäste auf dem Festplatz, wo mit Musik und Unterhaltung gefeiert wurde.

Engagierte Bürger organisieren 825-Jahrfeier und lassen das Fest zu einem Höhepunkt im Gemeinwesen werden

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06. Juli 2014, 23:23 Uhr

Vor 825 Jahren wurde Wickendorf erstmalig urkundlich erwähnt – ein guter Anlass für die Einwohner, dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Der ganze Ort, der 1936 von Schwerin eingemeindet wurde, war deshalb am Wochenende auf den Beinen. „Ich finde es toll, dass die Wickendorfer dieses Fest organisiert haben, weil es den Gemeinschaftsgeist fördert und identitätsstiftend wirkt“, sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow anerkennend, die zum Gratulieren gekommen war.

Großen Anteil am Gelingen des Festes hatte die Freiwillige Feuerwehr, der Motor des Gemeinschaftslebens. Unter Leitung von Wehrführer Maik Schröder hatten die Kameraden einen sehenswerten Festumzug auf die Beine gestellt, der das alte und neue Wickendorf zeigte. „Alle haben mitgeholfen, wir haben viel Unterstützung bekommen“, sagte Schröder. Auch die Jugendwehr mit Jugendwartin Annelie Schröder brachte sich ein und betreute während des Festes Dosenspritzen, Schlauchrollen und Kinderschminken.

Ortsbeiratsvorsitzende Monika Renner sprach in ihrer Festrede von den Veränderungen. „Wir haben heute nichts mehr, keine Schule, keine Kita, keine Verkaufsstelle, aber dennoch überwiegt die Freude, denn es gibt jetzt viele neue Häuser und Straßen.“ Die Mischung aus Nähe und Distanz sowie die Ruhe und Geborgenheit nannte sie als Markenzeichen des Stadtteils.

Davon schwärmt auch Box-Weltmeister Jürgen Brämer, der mit Frau und Kind zum Fest gekommen war. Seit einigen Jahren lebt er im Wickendorfer Ortsteil Wendenhof. „Ich bin froh, dass ich jetzt hier draußen wohne, denn hier habe ich meine Ruhe. Und auch meine Frau fühlt sich hier pudelwohl.“

Großes Interesse der Festbesucher fand die Chronik, die erstmals präsentiert wurde. „Wir haben gemeinsam viele Informationen zusammengetragen“, erklärte Reinhard Neukamm vom Projektteam. „Wir wollten keine Ansammlung trockener Zahlen, die Chronik soll einen lebendigen Eindruck unseres Ortes vermitteln.“ Das ist gelungen. Christine Sernau und Monika Schubert hatten als Autorinnen das ehrenamtliche Projekt betreut. Das Ergebnis, die reich bebilderte Broschüre im A-4-Format, fand reißenden Absatz.

Eröffnet worden war das Fest am Freitag mit einem gemütlichen Beisammensein der Einwohner am Gutshaus Carlshöhe.

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