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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 07:04 Uhr

Kritik : Wickendorfer klagt über Raserei im Ort

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tempo 30-Zone wird nicht eingehalten / Stadt und Polizei kontrollieren

von
erstellt am 08.Jan.2015 | 21:00 Uhr

An mehreren Stellen habe er sein Anliegen bereits vorgetragen, stoße überall nur auf Ignoranz, schreibt uns ein Leser. Es geht um die Tempo 30-Zone in Wickendorf. Die Zone werde von vielen Kraftfahrern nicht beachtet, lautet die Kritik. „Am schlimmsten ist es im Berufsverkehr, also dann, wenn auch die Kinder zum Bus müssen“, heißt es in einer Mail an unsere Redaktion. Aber auch an Wochenenden sei es „extrem“. All diese Dinge habe er mehrfach an den Ortsbeirat und das Ordnungsamt herangetragen, berichtet der Leser. „Außer einem Hinweis, dass hier nun mehr Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden, bekam ich nicht einmal eine Antwort. Die Kontrollen werden hin und wieder durchgeführt, bringen aber keinen Erfolg.“

Karin Döring, Vorsitzende des Ortsbeirates Wickendorf und Medewege, weist die Kritik zurück. Sie habe das Thema wiederholt bei der Verwaltung zur Sprache gebracht, betont sie – und bestätigt die Situationsanalyse unseres Lesers: „Es wird wirklich gerast, manchmal können wir schon dankbar sein, wenn ein Wagen ,nur‘ mit 50 Kilometern in der Stunde unterwegs ist“, so Döring.

Seit Juli vergangenen Jahres seien in Wickendorf 16 Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt worden, teilt die Stadt auf Anfrage unserer Zeitung mit. „Während dieser Kontrollzeiten durchfuhren 11 771 Fahrzeuge die Messstelle. Davon überschritten 1285 Fahrzeuge die zulässige Geschwindigkeit. Das entspricht einem Durchschnittswert von 10,9 Prozent“, heißt es. Damit liege das Ergebnis zwar über dem Durchschnitt in der Landeshauptstadt, die Überschreitungen bewegten sich aber überwiegend im Verwarngeldbereich. Zusätzliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung plane die Stadt deshalb derzeit nicht.

Polizeisprecher Marcus Oehlert stützt die Sicht der Verwaltung. Bei Kontrollen der Polizei im vergangenen Jahr seien lediglich vier bzw. acht Prozent der Fahrer zu schnell gewesen. 2014 hätten die Beamten in Wickendorf lediglich einen Unfall mit einem betrunkenen Radfahrer aufgenommen, so Oehlert. „Wir haben es hier also nicht mit einem Unfallschwerpunkt zu tun.“ Die Polizei werde aber weiterhin den Verkehr in Wickendorf kontrollieren, sei dankbar für jeden Hinweis.

Unseren Leser freilich können solche Aussagen kaum beruhigen. „Wir sind vor anderthalb Jahren hier nach Wickendorf gezogen. Ein Punkt für unsere Entscheidung war die vorhandene Tempo 30 Zone.“ Nun fühle er sich mit seiner Kritik an der Verkehrssituation nicht ernst genommen, heißt es in der Mail an unsere Redaktion: „Man hat den Eindruck, dass sich Leute die sich Ortsbeirat nennen, noch genervt fühlen wenn mal eine Frage kommt.“



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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